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Das Facebook-Experiment

Mit 1 Kommentar

Vor ungefähr sechs Wochen überdachte ich meine Entscheidung, nicht an Facebook teilzunehmen. Für dieses Umdenken gab es vor allem zwei Gründe. Zum einen wollte ich Facebook kennen und verstehen lernen, um meinen Kindern zu gegebener Zeit wertvolle Ratschläge geben zu können. Zum anderen gibt es viele Informationen, die man nur, oder hauptsächlich, innerhalb von Facebook bekommt - von denen wollte ich mich nicht ausschließen. Also registrierte ich mir erneut einen Facebook-Zugang und startete den Selbstversuch.

Heute bin ich, was meinen persönlichen Bedarf von Facebook angeht, schlauer. Gleich nach dem Einrichten meines Accounts fing ich an, meine altbekannten Kontakte zusammen zu sammeln. Leute also, mit denen man sowieso regelmäßigen Kontakt hat. Nachdem sich die ersten Kontakte in der Freundesliste wiederfanden, schlug Facebook weitere Freunde vor. Die meisten davon kenne ich nicht, andere schon ... aber wirkliche Freunde im herkömmlichen Sinn sind die wenigsten. Trotzdem landete der eine oder andere in der Liste. Und sogar noch einige, die ich zwar kenne, mit denen ich aber eher wenig zu tun habe.

Meine Freundesliste umfasst heute also drei Kategorien von "Freunden". Freunde, die ich regelmäßig treffe, Bekannte, und zuletzt Leute, die ich kenne.

Was vor allem fehlt sind Freunde, die ich nicht sehe, zum Beispiel solche, die ich vor 15-20 Jahren aus den Augen verloren habe. Damals gab es Facebook allerdings noch nicht. Und solche Freunde, die regional so weit weg wohnen, dass Facebook auch hier eine Erleichterung schaffen könnte. Erstere einzufangen ist quasi unmöglich, da sie a) entweder nicht bei Facebook angemeldet, oder sich durch b) Heirat und Namensänderung dem "Zugriff entzogen" haben.

Und dann sind da natürlich noch die, die man von früher kennt und sich kurz vor dem Klick auf "Freundschaftsanfrage senden" fragt, ob es nicht besser ist, wenn diese mittelfristig in Vergessenheit geraten. Freunde, mit denen man den Kontakt nicht auf anderem Wege halten kann, sind es vielleicht nicht wert, in der Freundesliste zu landen.

Wie dem auch sei, ich bin jedenfalls in einem Alter, in dem mir seinerzeit die für mich wichtigen Leute entgangen sind, weil es schlicht noch kein Facebook gab. Und ich bin in einem Alter, wo ich kein Facebook brauche, um Einladungen zu empfangen. Mir entgeht nichts, weil ich keine nennenswerte Kontaktpflege über Facebook betreibe. Würde ich jedoch in der heutigen Zeit aufwachsen, wäre Facebook vermutlich ein zentrales Kommunikationsmittel .... sogesehen kann ich verstehen, dass viele derart "abhängig" davon sind.

Was mich darüber hinaus bei Facebook stört ist das Prinzip der »Likes«. Wenn ich an einem Thema interessiert bin, gefällt es mir dann auch? Und geht das auch andere Leute etwas an? Klar, ich kann die Datenschutzeinstellungen so zurecht drehen, dass nur ich meine Aktivitäten sehe. Aber brauche ich dann noch Facebook? Wohl eher nicht, oder? Oder ich kann die Einstellungen so feingranular treffen, dass jeder wirklich nur das zu sehen bekommt, was er auch sehen soll. Aber dafür reichen mir 24h am Tag nicht aus. Wer soll das bei Freundeslisten von 50, 100, 250 oder mehr Personen noch überblicken? Ich nicht!

Und überhaupt ... was die Datenschutzeinstellungen angeht ... das war ja eigentlich mein Hauptanlass, eben diese Datenschutzeinstellungen kennen zu lernen, um den Kids dann irgendwann helfend zur Hand zu gehen. Aber mal ehrlich .. dieses Einstellungswirrwarr ist ohne fremde Hilfe (=Anleitungen) kaum zu bewältigen. Verteilt über diverse Optionen und Menüpunkte finden sich Optionen, die auch beim zweiten und dritten Hinlesen inhaltlich nicht immer zu begreifen sind. Negativbeispiele für falsche getroffenen Einstellungen gibt es fast täglich in der Presse. Lohnt es sich, hier massig Zeit und Mühe in fehlerbehaftete Einstellungsauswahlen zu investieren für eine Sache, die man für sich selbst nicht wirklich braucht?

Fazit: Facebook mag eine tolle Sache sein, wenn man damit aufwächst und es als modernes Kommunikationsmedium nutzt. Ich brauche es nicht, verloren gegangene Kontakte bringt es mir nicht zurück, aktuelle Kontakte pflege ich auch so. Dafür hat es für mich einen extrem hohen Nervfaktor, weil mich vermeintliche Freunde mit Fotos ihrer Mittagessen, Freundschaftsnüssen oder Witz-Erdbeeren quälen. Man kann vieles davon ausblenden, aber ich möchte keine Zeit damit verschwenden zu konfigurieren, was ich alles nicht lesen will.

Vielleicht ändert sich meine Einstellung zu Facebook in Zukunft wieder und ich unternehme zu gegebener Zeit einen neuen Versuch. Facebook wird in Zukunft wohl eher wichtiger werden, das Prinzip der Places wird sich stark ausbreiten und auch Connect und Open Graph legen eine beispiellose Entwicklung hin.

Für den Moment werde ich meinen Account aber wohl in naher Zukunft löschen.

zusätzliche Anmerkung: Der o.g. Artikel ist ein in weiten Punkten sozialkritischer Artikel. Das ich neben der allgemeinen Kritik große datenschutz- und technische Probleme sehe steht zusätzlich auf einem anderen Blatt.

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05.06.2011 um 21:38:00

Abgelegt in Datenschutz, Internet

Facebook oder nicht Facebook

Mit 5 Kommentaren

Vor nur wenig mehr als 3 Monaten habe ich meinen ohnehin selten genutzten Facebook-Account stillgelegt. Ich habe das Profil nie wirklich genutzt und auch den Zweck dahinter bis zum Schluss nicht vollends verstanden.

Mittlerweile bin ich mir aber nicht mehr so sicher, ob die Löschung eine gute Idee war. Facebook ist allgegenwärtig und und vieles spielt sich innerhalb von Facebook ab. Vor vielen Jahren hat jemand in einem Werbespot seinen Netzzugang mal mit "Ich bin drin ...." kommentiert. Ich bin heute auch drin ... und irgendwie auch nicht.

Ich bin drin, und doch irgendwie draußen.


Denn viele Facebook-Inhalte sind ohne Facebook-Account nicht einsehbar - und wenn, dann nur lesend. Facebook ist wie ein Netz im Netz.

Ich bin, was neue Techniken angeht, durchaus konservativ. Ich halte gerne an altgewohntem fest, solange mich das neue nicht auf ganzer Linie überzeugt hat. So war es schon, als das MagicNET (mittlerweile tot) vom FidoNET (mittlerweile fast tot) und später dann vom UseNET (stirbt gerade) abgelöst wurde. Dann waren es Foren und jetzt ist eben Facebook. Was also bringt es mir, mich konsequent davor zu verschließen? Datenschutz! Genau ... und sonst? Facebook hat für mich noch immer einen gewissen "Muss-ich-nicht-haben"-Faktor.

Andererseits gibt es für mich mindestens zwei Gründe, die mich zu einem Umdenken bewegen könnten:

  1. Netz-/Medienkompetenz, denn meine Kinder werden sicher nicht ohne Facebook (und/oder Pendants) durchs Leben ziehen und ich würde ihnen den behutsamen Umgang damit gerne beibringen und auf etwaige Gefahren hinweisen. Das geht aber schlecht, wenn man selbst nicht weiss, wie's läuft. Und,
  2. Newsfaktor, denn Facebook wird zunehmend häufiger auch als Newsplattform (entweder direkt, oder verlinkt via Twitter genutzt. Und von Nachrichten/Bekanntmachungen sperre ich mich nur ungerne aus. Achja, Twitter ist ja auch evil ... ich vergaß.
Wie dem auch sei, es gibt durchaus Gründe, warum ich mich entgegen meiner Zweifel und Kritik vielleicht doch wieder am Facebook-Leben beteiligen werde.

Verzwickte Lage, das mit den social networks ... waren das noch Zeiten, in denen man überall teilnehmen konnte und trotzdem selbstbestimmt war.

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20.04.2011 um 14:44:00

Abgelegt in Datenschutz, Internet

Spambekämpfung im Jahr 2011

Mit 1 Kommentar

Ich weiss, ich bin ein bisschen spät dran mit meinen Bemühungen zur Spambekämpfung. Ich betreibe seit vielen Jahren einen Postfix Mailserver, über den ich diversen Mailverkehr erledige. Zur Vermeidung übermässigen Spamaufkommens hatte ich bis dato eine Kombination von amavisd-new und - resultierend daraus - spamassassin laufen. Damit bin ich viele Jahre auch recht erfolgreich gefahren, aber in letzter Zeit schlüpften immer häufiger nicht erkannte Spams in die INBOX durch.

Das Greylisting heute das Mittel der Wahl ist, habe ich schon vor längerer Zeit mitbekommen. Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden, die Serverkonfiguration entsprechend anzupassen. In diesem Zusammenhang habe ich gleich noch policyd-weight mit aufgesetzt.

Ich will hier jetzt nicht noch ein zusätzliches HOWTO abkippen, derer gibt es im Netz bereits genug[*], nur soviel: der Effekt überaus durchschlagend. Die Zahl unerkannter Spams hat sich noch viel deutlicher reduziert, als ich es erwartet hätte. Ich kann daher jedem, der das Setup aus greylisting und ggf. policyd-weight noch nicht laufen hat, dringend empfehlen, sich die Zeit zu nehmen.

Wer den Erfolg grafisch dokumentiere möchte, kann sich Mailgraph (von David Schweikert) installieren. Mit einem passenden Diff (von Martin Schütte) besteht sogar die Möglichkeit, die einzelnen Behandlungen anzeigen zu lassen.


(derzeit noch ein bisschen dünn, Mailgraph zeichnet mit dem Patch neue Graphen


*)
1) Installationsanleitung Debian/Greylisting -> Postfix and Postgrey
2) Installationsanleitung policyd-weight -> Konfiguration von policyd-weight

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01.02.2011 um 18:49:52

Abgelegt in Internet, Linux

Facebook-Account löschen

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Vor einiger Zeit hatte ich ja schon gezeigt, dass es bisweilen recht kompliziert ist, seine Accounts bei HappyDigits und Payback zu kündigen.

Auf die gleiche Problematik bin ich jetzt bei Facebook gestossen. Es gibt zwar die Möglichkeit, einen Account stillzulegen, aber eine entgültige Löschung verbirgt sich auch hier erschreckend gut im System. Dank eines Artikels auf chip.de bin ich dann auf den eigentlichen Link zur Kontolöschung gestossen. Nach Durchlaufen des kurzen Sicherheitsformulars bekommt man die Bestätigung, dass der Account nach Ablauf von 14 Tagen unwiderruflich gelöscht wird. Meine für diesen Zweck verwendete Wegwerfadresse wird damit ebenfalls hinfällig.

Ob die gespeicherten Daten (sofern es welche gegeben hat) tatsächlich weg sind (und nicht nur uneinsehbar) kann ich aber natürlich nicht abschliessend beurteilen.

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09.01.2011 um 16:31:45

Abgelegt in Datenschutz, Internet

AVM FRITZBox 7270 und der Oha-Effekt

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Seit einiger Zeit habe ich hier eine FRITZ!Box Fon WLAN 7270 im Einsatz. Mittlerweile - nach einigen Firmware-Updates - handelt es sich dabei um eine grundsolide Heimlösung, die hier gleich mehrere Felder abdeckt ... Internet-Zugang, WLAN-Verwaltung, Telefonie über analoge Telefon, Telefonie über per DECT angeschlossene Telefone, Rufnummernsperre (ein- und ausgehend) und vieles mehr. Ein echter Allrounder für die kleine Familie eben ...

Da sie soviel kann, hätte ich als Geek natürlich gerne, dass sie noch mehr kann. Also habe ich versucht, dem integrierten dyndns-Updater die Updates für OpenDNS-dynip beizupuhlen. Das hat früher schonmal funktioniert, daher habe ich da nicht allzu viel Sorgfalt walten lassen. Wozu auch, ich habe mich da auch früher schon ab und an mal verhackt und für einen echten UNIX-/Linuxgeek sind die dort detailliert aufgeführten Befehle natürlich 'täglich Brot'. Nachdem ich mich im ersten Anlauf verhauen habe, habe ich eine zweite Änderung in der Boxkonfiguration via nvi getätigt. Eine zweite unvollständige Änderung, wie ich kurz darauf erleben musste ...

Die Box startete neu, aber die vier LAN-Ports wurden nicht mehr aktiviert. Auf der Clientseite wird das mit cable unplugged quittiert.

O H A !!


Und nun? Eine Verbindung via telnet ist also nicht mehr möglich, zumindestens übers Netzwerkkabel nicht. Aber nicht verzagen, es ist ja eine »FRITZ!Box Fon WLAN 7270«, also WLAN angeschmissen ... ich kann die Gründe jetzt nicht genau nachvollziehen, auf jeden Fall weigerten sich alle Maschinen im Haushalt, sich via WLAN auf den Router zu verbinden.

O H A, O H A !!


Und nun? Kein LAN, kein WLAN, kein serieller Port, kein kleiner Pinöpel zum Reindrücken (=Rücksetzen) ... heute ist es ja mit 34°C ohnehin schon mächtig heiss gewesen .. hinzu gesellt sich jetzt auch noch Angstschweiss.

AVM wäre nun nicht AVM gewesen, wenn es nicht auch dafür noch eine Lösung gäbe. So kann man sich auf deren Webseite ein aktuelles Recoverytool herunterladen. Das gibt es zwar nur für Windows, aber der Einsatz ist recht einfach. FRITZ!Box 7270 stromlos machen, alle Kabel abziehen bis auf die PC<->BOX-Verbindung an LAN1, Tool starten (benötigt einen weiteren Windowsreboot), und nach Programmaufforderung die Box wieder mit Strom versorgen. Dann hat es elendig lange gedauert, bis das Tool die Box erkannt hat, insgesamt hat er vier Zeilen auf den Bildschirm gepinselt ala Suche FRITZ!Box an 192.168.178.1 ... . Irgendwann hat er dann angefangen, eine jungfräuliche Firmware auf das Gerät zu flashen.

O H A, Glück gehabt!


Ich hatte mich dann geistig schon darauf eingestellt, die ganzen Grunddaten der Box wieder einzutippern, was gefühlte 48 Stunden gedauert hätte, alleine aufgrund des umfangreichen Telefonsetups, das ich hier im Einsatz habe. Aber auch hier wäre AVM nicht AVM gewesen, wenn das nicht auch anders ginge. Seit einigen Firmware-Versionen besteht nämlich die Möglichkeit, die Einstellungen (Settings & Telefonbuch) zu Exportieren und - z.b. im Fehlerfall - wieder zu importieren. Glücklicherweise hatte ich einigermaßen aktuelle Einstellungen gesichert, sodass mit kurzen Wiederherstellungsaktionen der vollständige Zustand wiederhergestellt war.

Mein Tip an Euch: Macht doch einfach JETZT(!) mal ein Export Eurer FRITZ!Box-Settings und ggf. nochmal extra des Telefonbuchs. Man weiss nie, ob man das nicht morgen schon gebrauchen kann.

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12.07.2010 um 20:17:43

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Netzkompetenz für Kinder und OpenDNS

Mit 2 Kommentaren

Allen (naja, den meisten) Eltern stellt sich früher oder später die Frage "Wie bringe ich meinen Kindern aktuelle Medien nahe und wie schütze ich sie am besten vor den Gefahren im Netz". Dazu gibt es viele kontroverse Meinungen, die das ganze Spektrum der Möglichkeiten abdecken. Von "Kinder gehören nicht ins Netz" über "Ich sperre alles bis auf wenige Ausnahmen" bis hin zu "Kinder müssen selbst entscheiden, was gut und was schlecht ist" hab ich alles schon gehört und gelesen.

Da muss sich sicher jeder seine eigenen Gedanken machen. Wir haben uns dazu entschlossen, den Kids (8 ½ Jahre alt) frühzeitig kontrollierten Zugang zum Internet zu gewähren und die Vielzahl der dortigen Möglichkeiten aufzuzeigen. Grundvoraussetzung dieser Regelung ist jedoch, dass sie nicht unbeaufsichtigt am Computer sitzen - daher scheidet ein Computer im eigenen Zimmer schon mal aus. Ansonsten bevorzuge ich einen weitgehend ungefilterten Zugang zum Netz, damit das Surf- und Lernvergnügen nicht durch fortlaufende "Warte mal kurz, Papa schaltet Dir die Seite eben frei" unterbrochen wird. Zeitgemässe URLs beschaffen sich die Kinder heutzutage von alleine, sei es aus dem Fernsehen, aus Zeitschriften, oder auch aus dem Radio oder aus der Schule.

Wenn ich also beim Internet-Surfen hinter den Kids sitze, erkenne ich folgendes Surfverhalten:

  • Mädchen: Informationsseiten zu Lieblingsthemen, Videos von Lieblingssendungen, etc.

  • Jungs: Browserspiele, Browserspiele, Spiele im Browser und Infoseiten zu anderen Spielen

Bislang ist keiner auf Seiten gelandet, die gar nichts für Kinder sind. Bei einigen wenigen Abstechern musste ich mal eingreifen und darum bitten, die Seite zu schliessen und was anderes aufzurufen.

Spätestens jedoch dann, wenn die Kinder Suchmaschinen kennen und grundsätzlich freier Zugang zum Netz besteht, ist der Weg auf 'zweifelhafte' Seiten nicht mehr weit. Derzeit findet der Netzkonsum ja noch unter Beaufsichtigung der Eltern statt, aber früher oder später werden die Kids sicher auch mal an den PC gehen, wenn kein Elternteil zur Verfügung steht. Das ist ok für mich, weil sie ja nach wie vor den verantwortungsvollen Umgang mit dem Netz lernen und dessen Möglichkeiten ausschöpfen sollen. Trotzdem habe ich natürlich ein Interesse daran, sie von bestimmten Inhalten so lange wie möglich fernzuhalten.

An dieser Stelle kommen Internet-Filter ins Spiel. Da hier auf allen Maschinen Linux läuft, fallen die meisten (wenn nicht sogar alle) der vorgefertigten kommerziellen Lösungen weg. Nun kann man versuchen, sich selber passende Filter zu basteln, aber das ist ein schier aussichtsloser Kampf. Besser ist es, eine fertig zusammengestellte Lösung zu benutzen. Ich habe mich daher testweise für die Dienste von OpenDNS entschieden. Die grundlegende Einrichtung ist recht einfach, einfach Nameserver im Betriebssystem eintragen und lossurfen. Wer die vordefinierten Filter von OpenDNS nutzen möchte, der muss sich dort jedoch einen Account holen (Anmeldename, Mailadresse und Passwort genügen). Nachdem man sich angemeldet hat, muss man dem Dienst die aktuelle IP bekanntgeben. Das geht entweder manuell per Browserclick auf der Webseite, oder automatisiert über DNS-Updater wie z.B. ddclient. Auf der OpenDNS-Seite ist dann auch zu lesen, wie man sein System entsprechend einrichten muss, z.B. unter Linux. Dazu kann man dann wählen, ob und wenn ja, welchen Grad der Filterung man haben möchte.

Ob ich diese Art der Internetzensur so beibehalte, weiss ich noch nicht. Ich werde das jetzt mal ausgiebig testen (lassen) und dann entscheiden, ob es für unsere Zwecke ausreicht. Man kann bei OpenDNS zusätzlich noch Statistiken aktivieren und so auch nachträglich sehen, welche Domains aufgerufen wurden - alleine schon die Vielzahl der Domains, die sich hinter drei, vier normalen Aufrufen von Nachrichtenmagazinen, etc. verbergen ist der schiere Wahnsinn.

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12.07.2010 um 10:05:57

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IM via IRC

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IM via IRC klingt jetzt arg kryptisch, meint aber nichts anderes als Instant Messaging über Internet Relay Chat. Wem das immer noch zu kryptisch ist ... die meisten dürften sicherlich Protokolle wie ICQ, MSN, Jabber und wie sie nicht alle heißen kennen. IRC ist vielleicht weniger Leuten ein Begriff, aber die meisten internet-affinen User dürften das schonmal gehört haben; viele sicher sogar täglich nutzen. Große IRC-Netze gibt es reichlich, ich nutze bevorzugt FreeNode und OFTC, während Gamer eher im QuakeNet zu Hause sind.

Bei mir ist es so, dass der IRC-Client (ich nutze QuasselIRC) grundsätzlich offen und im Vordergrund ist, während der InstantMessanger (hier: Kopete) minimiert im Hintergrund auf eingehende Nachrichten wartet. Leider kommen eingehende Nachrichten immer im ungünstigsten Zeitpunkt und das Fenster poppt auf, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Stelle ich das automatische Öffnen des Fenster aus, entgehen mir eingehende Nachrichten oft gleich gänzlich. Vom ewigen Hin- und Herwechsel zwischen den verschiedenen Fenstern ganz zu schweigen.

Ein Bekannter machte mich dann auf BitlBee aufmerksam. Über BitlBee ist es möglich, Nachrichten von bzw. an IM-Account als Nachrichten in einem IRC-Netz bereitzustellen. Auf diesem Weg kann man sich mit seinem IRC-Clienten einfach auf den BitlBee-Server connecten und die User der verschiedenen IM-Accounts erscheinen wie normale User eines IRC-Netzwerks. Zurerst war ich skeptisch, weil man die User nur noch schlecht nach Netzen trennen kann. Ich weiss also nicht, welcher User aus dem ICQ kommt, wer aus Jabber, etc. Unterm Strich liegt für mich als Gelegenheitsnutzer aber schon der Vorteil. Ich bekomme im IRC-Client durch das Highlightning sofort mit, wenn eine Nachricht an mich eingeht, das Backlog stellt komfortable Logs bereit, ich spare mir ein weiteres Programm auf der Workstation. Bei Bedarf können User umbenannt werden und Gespräche im Mailchannel, oder auch in einzelnen Queries geführt werden. Spätestens, wenn man skriptstarke IRC-Clients wie irssi einsetzt, erscheinen die Möglichkeiten von BitlBee schier unendlich. Hier können dann auch OTR-Lösungen gefahren werden.

Auch wenn BitlBee auf den ersten Blick etwas frickelig erscheint, so ist es doch recht linear einzurichten und funktioniert danach einfach. Ich bin zufrieden; vielleicht guckt es sich der eine oder andere mal an.

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14.06.2010 um 13:39:24

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Chromium und Fonts für Webinhalte

Mit 2 Kommentaren

Seitdem das 64bit flashplugin wegzufallen droht, habe ich mich wieder intensiver mit dem Browser Chromium beschäftigt. Was mich dort allerdings extrem genervt hat, sind die Fonteinstellungen. Die Fonts waren hier auf Webseiten entweder zu groß, oder - was öfter vorkam - zu klein.

Ich konnte das durch Ändern des Eintrags webkit in ~/.config/chromium/Default/Preferences wie folgt ändern:


"webkit": {
"webprefs": {
"default_fixed_font_size": 11,
"default_font_size": 11,
"fixed_font_family": "DejaVu Sans Mono",
"minimum_font_size": 11,
"minimum_logical_font_size": 11,
"sansserif_font_family": "DejaVu Sans",
"serif_font_family": "DejaVu Serif"
  }
}


Und jetzt gehe ich suchen, wie man die Fontgrößen in den Menüs ändern kann.

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11.06.2010 um 19:56:29

Abgelegt in Internet, Linux

Neuer Webauftritt des CCC

Der Chaos Computer Club ist offenbar mit einem neuen Webauftritt am Start. Das war längst überfällig, denn das alte Design war schon lange nicht mehr zeitgemäß. Aber wie so oft hat bestimmt einfach einer gefehlt, der es macht ...

Ich finds gut gelungen, meinen Glückwunsch dazu ...

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10.11.2009 um 19:16:30

Abgelegt in CCC, Internet

EU-Petition für Netzneutralität

Ohne Kommentare

Ab sofort kann man eine EU-Petition für Netzneutralität unterschreiben.

Bei der Netzpriorität geht es kurz gesagt darum, dass der Datenstrom im Internet nicht in irgendeiner Form qualifiziert wird. Jeder soll die gleichen Rechte im Datenstrom haben, unabhängig von Person, Hardware, Provider und Dienst. In letzter Zeit sind immer mal wieder Stimmen laut geworden, das Konzept der Netzneutralität abzuschaffen und die Priorität im Datenstrom gewinnbringend zu vermarkten.

Dass das für das Gesamtprojekt Internet nur schädlich sein kann, haben mittlerweile sogar die Amerikaner erkannt.

Also, nicht lang schnacken, .. unterschreiben:

www.euopeninternet.eu

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24.09.2009 um 15:47:11

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