Gentoo vs. Debian sid (vs. Archlinux)
Von einem Leser dieses Blogs bin ich kürzlich gefragt worden, wo ich die Unterschiede, bzw. Vor- und Nachteile von Gentoo gegenüber Debian sid sehe. Hier bleibt natürlich erstmal anzumerken, dass man nur gleiches mit gleichem, bzw. ähnliches mit ähnlichem vergleichen kann. Daher bezieht sich die Nennung von Gentoo in diesem Artikel grundsätzlich auf Gentoo ~keyword, während ich das später noch genannte Archlinux nur im stable-Sektor kenne.
Die Ausgangsargumente des Fragestellers waren:
Nun zu seinen Fragen ...
Die Ausgangsargumente des Fragestellers waren:
- Archlinux: große Community, viele Pakete, up to date, nicht ganz so stabil, Paketmanager pacman einfach und schnell, Webauftritt inkl. Forum gut, aktuell und übersichtlich
- Debian: gut, aber kein echtes Rolling Release (=Freeze während Stabilisierungsprozess des zukünftigen stable), Qualität der Pakete ggf. höher als bei Arch und .deb als Paketstandard mit hohem Ansehen, Entscheidungsprozesse demokratisch, aber langwierig, Webauftritt: kleinere Foren und Hauptseite teils chaotisch
- Gentoo: interessant, von außen betrachtet aber auch kompliziert, Unklarheit über durchzuführende Schritte bei Änderungswünschen an eigener Softwarezusammenstellung, ansonsten kaum Erfahrungen mit Gentoo
Nun zu seinen Fragen ...
Goodbye KDE4 - Welcome PekWM & tint2
Seit 2002 bin ich nun mit einigen wenigen Unterbrechungen KDE-User. Angefangen hat es mit SuSE v8.0 und KDE v3.0. Als typisches dot-zero-Release hat das wenig Spass gemacht und trotzdem hat mir damals die Oberfläche imponiert, weil sie viel mehr lieferte, als ich mir von Linux zunächst erhofft hatte.
Später hatte ich dann unter NetBSD meine Berührungen mit Fluxbox, unter FreeBSD später dann auch mit PekWM. Später bin ich dann zurück auf KDE gewechselt und bin dort sehr lange Zeit geblieben. Den Wechsel von KDE3 auf KDE4 habe ich mitgemacht und die anfänglich stürmischen Zeiten zu den frühen KDE4-Releases tapfer ertragen.
Mit dem endgültigen Wechsel auf Gentoo Linux habe ich zudem endlich eine Distribution gefunden, die mir nahezu tagesaktuell die Installation der neuen KDE4-Versionen ermöglicht (im ~amd64-Zweig). Damit bin ich nun recht lange recht glücklich unterwegs gewesen.
Vor allem anderen möchte ich hier noch folgendes anmerken: Vielen Dank an die Entwickler von KDE - ihr habt einen tollen Job gemacht und ich konnte meine Ziele unter KDE immer gut umsetzen.
Unterm Strich stört es mich dann aber doch zunehmend, dass ich die Technik hinter KDE kaum noch verstehe und sich KDE immer weiter von dem entfernt, was ich brauche. Da sind z.B. die KDE-Aktivitäten, die wohl eines der wichtigen neuen Merkmale von KDE4 sind. Dazu gab es kürzlich eine Umfrage auf pro-linux, bei der auch ich konstatieren musste, diese Aktivitäten weder zu brauchen, noch zu nutzen. Auch die Bedeutung von solid, nepomuk, akonadi, soprano, etc. habe ich nie richtig verstanden und mir sind die Dienste immer erst dann aufgefallen, wenn sie nicht mehr wie gewünscht funktionierten, oder es Probleme mit den dazugehörigen ebuilds gab. Ich brauche keine Desktop-Semantik und kann diese unter Gentoo glücklicherweise mit wenigen Änderungen komplett abschalten.
So läuft bei jedem KDE-Upgrade eine Fülle von Programmen an mir vorbei, die ich nicht nutze, nie gebraucht habe, nie brauchen werde, oder deren Sinn und Zweck sich mir bislang nicht erschlossen hat.
So stöberte ich durch meine alten Backups und fand alte dotfiles von Fluxbox, PekWM & Co und beschloss, mir diese Programme wieder mal anzusehen.
Später hatte ich dann unter NetBSD meine Berührungen mit Fluxbox, unter FreeBSD später dann auch mit PekWM. Später bin ich dann zurück auf KDE gewechselt und bin dort sehr lange Zeit geblieben. Den Wechsel von KDE3 auf KDE4 habe ich mitgemacht und die anfänglich stürmischen Zeiten zu den frühen KDE4-Releases tapfer ertragen.
Mit dem endgültigen Wechsel auf Gentoo Linux habe ich zudem endlich eine Distribution gefunden, die mir nahezu tagesaktuell die Installation der neuen KDE4-Versionen ermöglicht (im ~amd64-Zweig). Damit bin ich nun recht lange recht glücklich unterwegs gewesen.
Vor allem anderen möchte ich hier noch folgendes anmerken: Vielen Dank an die Entwickler von KDE - ihr habt einen tollen Job gemacht und ich konnte meine Ziele unter KDE immer gut umsetzen.
Unterm Strich stört es mich dann aber doch zunehmend, dass ich die Technik hinter KDE kaum noch verstehe und sich KDE immer weiter von dem entfernt, was ich brauche. Da sind z.B. die KDE-Aktivitäten, die wohl eines der wichtigen neuen Merkmale von KDE4 sind. Dazu gab es kürzlich eine Umfrage auf pro-linux, bei der auch ich konstatieren musste, diese Aktivitäten weder zu brauchen, noch zu nutzen. Auch die Bedeutung von solid, nepomuk, akonadi, soprano, etc. habe ich nie richtig verstanden und mir sind die Dienste immer erst dann aufgefallen, wenn sie nicht mehr wie gewünscht funktionierten, oder es Probleme mit den dazugehörigen ebuilds gab. Ich brauche keine Desktop-Semantik und kann diese unter Gentoo glücklicherweise mit wenigen Änderungen komplett abschalten.
So läuft bei jedem KDE-Upgrade eine Fülle von Programmen an mir vorbei, die ich nicht nutze, nie gebraucht habe, nie brauchen werde, oder deren Sinn und Zweck sich mir bislang nicht erschlossen hat.
So stöberte ich durch meine alten Backups und fand alte dotfiles von Fluxbox, PekWM & Co und beschloss, mir diese Programme wieder mal anzusehen.
ffgtk 0.8.5 für Gentoo
ffgtk ist ein Programm, das für mich als FritzBox!-User unverzichtbar geworden ist. Nachdem ich einige zeitlang Schwierigkeiten mit dem Kompilieren unter Gentoo hatte, konnte ich den Fehler jetzt hier lokal eingrenzen und beseitigen. Ich habe daher die aktuelle Version ffgtk 0.8.5 (Linux) mit USE="-ebook" bauen können.
Die ebuilds habe ich hier zum Download abgelegt und weise ausdrücklich darauf hin, dass das die ebuilds möglicherweise in höchstem Maße stümperhaft und vermutlich auch unvollständig sind.
In meiner Konfiguration mit KDE als Basis baut net-misc/ffgtk aber erfolgreich durch - vielleicht kann der eine oder andere ja doch davon profitieren.
Als Referenz verweise ich zusätzlich auf diesen alten Blogeintrag ....
Die ebuilds habe ich hier zum Download abgelegt und weise ausdrücklich darauf hin, dass das die ebuilds möglicherweise in höchstem Maße stümperhaft und vermutlich auch unvollständig sind.
In meiner Konfiguration mit KDE als Basis baut net-misc/ffgtk aber erfolgreich durch - vielleicht kann der eine oder andere ja doch davon profitieren.
Als Referenz verweise ich zusätzlich auf diesen alten Blogeintrag ....
verteilt Kompilieren mit distcc
Mit diesem kurzen Beitrag möchte ich nur mal meiner Freude Ausdruck verleihen, wie schön und schnell sich Programme via distcc kompilieren lassen. Dabei werden die Jobs auf mehrere beteiligte Maschinen aufgeteilt.
distcc selbst ist schnell aufgesetzt. Einfach distcc auf allen beteiligten Maschinen installieren und konfigurieren (hier speziell auch auf die --allow und --listen Optionen achten), ggf. die Firewall entsprechend anpassen/freischalten und schon kann es losgehen.
Der build-Prozess lässt sich dabei hervorragend mit Monitoring-Tools beobachten. Für Gnomeuser gibt es distccmon-gnome, ansonsten distccmon-gui oder für den Textmodus distccmon-text.

Für Gentoo ist die Umsetzung schnell realisiert. Einfach den distcc-Guide abarbeiten und schon integriert sich distcc nahtlos in emerge/portage.
distcc selbst ist schnell aufgesetzt. Einfach distcc auf allen beteiligten Maschinen installieren und konfigurieren (hier speziell auch auf die --allow und --listen Optionen achten), ggf. die Firewall entsprechend anpassen/freischalten und schon kann es losgehen.
Der build-Prozess lässt sich dabei hervorragend mit Monitoring-Tools beobachten. Für Gnomeuser gibt es distccmon-gnome, ansonsten distccmon-gui oder für den Textmodus distccmon-text.

Für Gentoo ist die Umsetzung schnell realisiert. Einfach den distcc-Guide abarbeiten und schon integriert sich distcc nahtlos in emerge/portage.
Kurztip: GTK-Anwendungen im KDE-Stil (Oxygen)
Nachdem ich nach jeder Neuinstallation wieder vor der Frage stehe, wie ich nun meinen KDE-Style oxygen auf meine GTK-Anwendungen appliziere, hier nun der aktuelle Stand:
Wo es früher nochkde-misc/kcm_gtk brauchte, um in den Systemeinstellungen einen Unterpunkt für die GTKk-Konfiguration darzustellen, reicht es heute kde-base/systemsettings mit dem USE-Flag +gtk zu bauen. Dadurch wird das Paket kde-misc/kde-gtk-config mit installiert, das dann unter Systemsettings → Erscheinungsbild von Anwendungen → GTK-Konfiguration bereit steht.
Zu dem Konfigurationsprogramm braucht es natürlich auch noch einen passenden oxygen-Stil. Hier verwende ich gerne x11-themes/oxygen-gtk, das offizieller Teil des KDE-Projektes ist.
Nachdem beides installiert ist, braucht man den neuen Stil nur noch in den Systemeinstellungen zu aktivieren und schon passenden sich Anwendungen wie firefox und thunderbird gut dem KDE-Stil an.
Wo es früher noch
Zu dem Konfigurationsprogramm braucht es natürlich auch noch einen passenden oxygen-Stil. Hier verwende ich gerne x11-themes/oxygen-gtk, das offizieller Teil des KDE-Projektes ist.
Nachdem beides installiert ist, braucht man den neuen Stil nur noch in den Systemeinstellungen zu aktivieren und schon passenden sich Anwendungen wie firefox und thunderbird gut dem KDE-Stil an.
Vortrag über Eigenschaften und Vorteile von Gentoo
Eher zufällig bin ich vor einigen Monaten im Gentoo-Forum über einen Vortrag gestolpert, in dem Randy Andy einen guten und präzisen Abriss über die Eigenschaften und Vorteile von Gentoo Linux gegeben hat. Er hat den Vortrag seinerseits Anfang 2011 für seine LinuxUserGroup geschrieben. Linux-Vorträge haben natürlich oft den Nachteil, dass sie veraltet sind, bevor sie gehalten wurden .. und auch wenn das eine oder andere kleine Detail nicht mehr ganz up to date ist, so behält er im Kern seine Gültigkeit.
Mir hat der Vortrag gut gefallen und ich bat ihn schon damals, den Vortrag bei mir lokal im Blog speichern zu dürfen, um ihn so für die Nachwelt zu erhalten. Dem stimmte Andy zu und darum gibt es das gute Stück hier als PDF-Datei zum Download.
Mir hat der Vortrag gut gefallen und ich bat ihn schon damals, den Vortrag bei mir lokal im Blog speichern zu dürfen, um ihn so für die Nachwelt zu erhalten. Dem stimmte Andy zu und darum gibt es das gute Stück hier als PDF-Datei zum Download.
weiße Icons unter KDE4
Einziges Problem: Viele andere Programme bringen diese weißen Icons nicht mit, sodass in der Traybar ein häßlicher Mix aus verschiedenen Icontypen entsteht.
Abhilfe schaffen hier zwei monochrome Iconsets von kde-look.org. Zum einen das Set Monochrome Tray Icons, zum anderen Extra Monochrome Tray Icons. Damit werden so viele Programme abgedeckt, dass eine direkte Aufzählung hier den Rahmen sprengen würde. Mir waren hier vor allem die monochromen Icons für clementine und choqok wichtig.
Wer vom grundsätzlichen KDE-Standardstil ein bißchen abweichen möchte, kann sich darüber hinaus KDE Elementary Mono Icons ansehen ...
Gentoo - Goodies (Sammelartikel)
In diesem Artikel werde ich nach und nach hilfreiche Tips und Links zu Gentoo Linux sammeln und veröffentlichen. Ich werde diesen Artikel fortlaufend editieren und keine einzelnen neuen Artikel zu diesem Thema veröffentlichen.
Here I go:
to be continued ...
Here I go:
06.07.2011: Neubauen aller Xorg-Module ohne presets
eix --only-names -CI x11-drivers | xargs emerge -1
15.08.2010: schnelles Auflisten aller installierten Programme
find /var/db/pkg/ -mindepth 2 -maxdepth 2 -printf "%P\n"
(Quelle: forums.gentoo.org)
amarok spielt keine mp3-Dateien mehr ab, früher funktionierte das aber
emerge -v1 media-libs/xine-lib
ddclient[844]: FATAL: Error loading the Perl module IO::Socket::SSL needed for SSL connect
ddclient[844]: FATAL: On Debian, the package libio-socket-ssl-perl must be installed.
emerge -av dev-perl/Net-SSLeay
Re-Emergen aller ebuilds mit fehlenden Dateien:
emerge -av1 $(for e in `qlist -I --nocolor | uniq`; do for f in `qlist -e $e`; do if test ! -e $f; then echo $e; echo $e: missing $f 1>&2; fi; done; done)
(Quelle: commandlinefu.com)
wicd tray und/oder hplip systray starten ungewollt automatisch; Start verhindern?
cd /etc/xdg/autostart ; rm wicd-tray.desktop hplip-systray.desktop
verweiste Symlinks aufspüren:
find -L / \( -path '/dev' -o -path '/proc' -o -path '/run' -o -path '/sys' \) -prune -o -type l -print
(Quelle: forums.gentoo.org)
to be continued ...
Kurztip: Client-Stil oxygen fehlt unter Gentoo/KDE4
Schon mehrfach hatte ich das Problem, dass meiner Gentoo-KDE4-Installation der Client-Stil oxygen fehlt. Im Portagetree bin ich zwar hinsichtlich anderer Client-Stile fündig geworden, aber zu oxygen habe ich nichts gefunden.
Abhilfe schafft hier die Installation von kde-base/kstyles - danach steht dann via Systemeinstellungen → Erscheinungsbild von Anwendungen → Stil → Stil der Bedienelemente der Stil oxygen bereit. Auch in separaten Anwendungen wie net-irc/quassel steht oxygen dann zur Verfügung.
Abhilfe schafft hier die Installation von kde-base/kstyles - danach steht dann via Systemeinstellungen → Erscheinungsbild von Anwendungen → Stil → Stil der Bedienelemente der Stil oxygen bereit. Auch in separaten Anwendungen wie net-irc/quassel steht oxygen dann zur Verfügung.
Kurztip: chromium-Cache im RAM
Es gibt diverse Gründe, warum man seinen Browsercache gerne im RAM haben möchte. Wer jedoch keine Lust hat, sich dafür umfangreiche Sync-Skripte zu schreiben, kann das bei Verwendung von chromium einfach per Hand erledigen:
Setzt natürlich voraus, dass /dev/shm entsprechend eingerichtet ist. Wem der Aufruf per Parameter nun wiederum zu aufwendig ist, der kann das ganze auch in /etc/chromium/default festtackern:
Vorteile: Der Browsercache ist extrem schnell und die Zugriffe auf die Platte werden minimiert (speziell für ssd-User dürfte das nicht uninteressant sein). Nach einem Neustart ist alles weg und der Cache kann keine alten Seiten mehr ausliefern. Für Benutzer mit einer starken Internetanbindung eine gute Lösung.
Nachteile: Nach einem Neustart ist der Browsercache weg. Benutzer mit schwacher Internetanbindung sollten auf die Lösung eher verzichten.
Eine Liste aller Flags und Parameter gibt es auf peter.sh.
[stell @ fightclub:~]% chromium --disk-cache-dir=/dev/shm/
Setzt natürlich voraus, dass /dev/shm entsprechend eingerichtet ist. Wem der Aufruf per Parameter nun wiederum zu aufwendig ist, der kann das ganze auch in /etc/chromium/default festtackern:
# Options to pass to chromium.
CHROMIUM_FLAGS="--disk-cache-dir=/dev/shm/"
Vorteile: Der Browsercache ist extrem schnell und die Zugriffe auf die Platte werden minimiert (speziell für ssd-User dürfte das nicht uninteressant sein). Nach einem Neustart ist alles weg und der Cache kann keine alten Seiten mehr ausliefern. Für Benutzer mit einer starken Internetanbindung eine gute Lösung.
Nachteile: Nach einem Neustart ist der Browsercache weg. Benutzer mit schwacher Internetanbindung sollten auf die Lösung eher verzichten.
Eine Liste aller Flags und Parameter gibt es auf peter.sh.
