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Postsendungen betriebssystemunabhängig frankieren

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Über ein Pingback aus dem Blog von Timo Holle (danke dafür) bin ich heute auf den Dienst »Internetmarke« aufmerksam geworden. Damit scheint es nun endgültig möglich zu sein, Postsendungen (Briefe, Postkarten, Infobpost, sowie Waren- und Büchersendungen) betriebssystemunabhängig zu frankieren. Zwar werden WindowsXP/WindowsVista und MacOS als empfohlene Betriebssysteme in den Systemvoraussetzungen genannt, aber auch Linux mit Firefox und Opera wird in der Reihe der unterstützenden Systeme genannt. Bereits in meinem früheren Bericht zu StampIt Web habe ich dargestellt, dass die von der Deutschen Post genannten Systemvoraussetzungen nicht zwingend binden sind, sodass ich mir vorstellen könnte, dass der Dienst »Internetmarke« hier auch problemlos mit Solaris, Free-/Open-/NetBSD und all den anderen funktioniert. Und auch Konqueror bleiben die Türen vermutlich nicht verschlossen.

Insgesamt offenbar eine gute Sache und endlich die Möglichkeit, a) auch aus alternativen und freien System heraus Porto zu erstellen und b) endlich ohne Angabe von Absender- und Zieladresse Porto zu erstellen. Zudem besteht die Möglichkeit, zur Bezahlung eine bereits bestehende StampIt-Börse zu benutzen, sodass hier keine erneute Anmeldung erforderlich ist, sofern man für StampIt Web bereits angemeldet ist.

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19.08.2008 um 15:13:17

Abgelegt in Allgemeines, FreeBSD, Linux

$BSD ... was ist das?

Mit 2 Kommentaren

Oliver berichtet in einem interessanten Artikel über seine Sicht der Dinge bzgl. des Stellenwerts von $BSD in hiesigen Landen. Meiner Meinung nach liegt er damit durchaus richtig, wenn gleich das auch sofort den einen ander anderen Freak triggert, die ihrerseits nicht müde werden, $BSD zu pushen, fernab jeder echten Argumentation.

Ich habe vor ca. einem Monat mit diesem dort genannten größten BSD-Forum gebrochen, als mir wiederholt Beiträge ohne Mitteilung wegzensiert worden sind und ich auf Anfrage beim Moderator auch noch zu hören bekam, dass man sich bewußt ist, dass das eine Form von Zensur sei, aber dort keine Demokratie herrsche und man deshalb problemlos zensieren könne. Dem stimme ich soweit zu; nichts desto trotz habe ich von zivilisierten Mitstreitern des Forums erwartet, dass man mich vorher - hilfsweise auch im Nachhinein - über die Löschung informiert, zumal ich vier Jahre stetig aktives Mitglied des Forums war. Diese Art der guten Umgangsformen geht dem Nachwuchs aber heutzutage offenbar verloren ... das kommt davon, wenn man unter Umgehung des RealLife gleich mit $BSD anfängt :-)

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29.04.2008 um 17:13:52

Abgelegt in FreeBSD

FreeBSD ist vom Kurs abgekommen - Navigator gesucht

Mit 7 Kommentaren

Wie ich bereits mehrfach in diesem Blog berichtet habe, kämpfe ich seit längerem mit diversen kleinen und mittelschweren Problemen unter FreeBSD. Zuletzt ging es sogar soweit, dass das System unter Last quasi unbenutzbar wurde. Dieses Problem hat sich mit meiner neuen Workstation glücklicherweise etwas reduziert, dafür sind neue Probleme aufgetaucht.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe in einem Thread bei BSDForen.de mein Problem geschildert. Aus diesem Thread hat sich eine OffTopic-Diskussion entwickelt, die aber klar herausstellte, dass ich offenbar nicht der einzige bin, der mit diesen Problemen zu kämpfen hat. Dabei ist Performance nicht das einzige Problem, auch die fehlende Flashunterstützung, der Unwille, PRs zu sichten, zu kommentieren und ggf. weitere Informationen vom Tester anzufordern, oder der Unwille bzw. die Unfähigkeit, gegebene Patches zu be- und verarbeiten wurden mehrfach kritisiert.

Letztlich blieb der Thread mit einigen Ausnahmen sachlich, sodass nach etwas über 200 Posts gemeinsam ein englischsprachiger Beitrag verfasst werden konnte, der die Bedenken der deutschsprachigen Community zusammenfasst und an die Mailingliste bzw. das Coreteam gerichtet werden konnte.

Zwischenzeitlich meldeten sich dann auch andere FreeBSD-Addicts mit ähnlichen Beiträgen zu Wort, die dann an anderer Stelle diskutiert wurden.

Derweil wurde die auf BSDForen.de verfasste Mail an die Current-Mailingliste geschickt und kann über das Mailinglisten-Archiv verfolgt werden. Die Diskussion in der Mailingliste wurde leider recht frühzeitig durch Störer gekarpert, die allzu überzogen nach einer Lizenzänderung (FreeBSD ohne BSD-Lizenz? Hallo?) riefen. Im weiteren Verlauf hat der Thread leider etwas den Bezug zum Ausgangsthema verloren.

Ich kann für FreeBSD nur hoffen, dass man durch diese Anfrage trotzdem genug Aufmerksamkeit erlangen konnte, um den Machern zu zeigen, dass es durchaus FreeBSD-Interessierte gibt, die aber aus diversen Gründen zunehmend Abstand vom System nehmen. Bei über 400.000$ gesammelten Spenden sollte man vielleicht gut darüber nachdenken, welche Prioritäten man bei der Geldverteilung ansetzt.

Ich hoffe, dass sich jemand findet, der FreeBSD zurück auf Kurs bringt ....

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11.01.2008 um 21:26:38

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FreeBSD stürzt ab - ins Bodenlose

Mit 2 Kommentaren

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, habe ich schon diverse Monate so meine Probleme mit FreeBSD. Mein alter PC ging mit der Performance regelmäßig stark in den Keller, sobald Last auf den HDDs lag. Das TV-Bild meiner bt848-Karte (bktr) kam ins Ruckeln und sämtliche Applikationen wurden quasi unbedienbar. Um zu eruieren, ob der Fehler in diesem Fall vor oder hinter der Tastatur sitzt, habe ich einen Thread im größten und beliebtesten deutschsprachigen BSD-Forum eröffnet. Die Ergebnisse, die im Laufe des mittlerweile schon zehn seitenlangen Threads zutage getreten sind, sind niederschmetternd und werfen ein trauriges und frustrierendes Bild auf die qualitative Entwicklung von FreeBSD.

Mutmaßte ich zunächst noch, dass der Fehler durch einen Chipsatzbug im VIA-Chipset ausgelöst würde, stellte sich später heraus, dass nahezu alle AMD-User von der mangelnden Performanz betroffen sind. Im Laufe des Threads glitt die Diskussion dahingehend ab, dass nicht nur dier Performance bei IO-Last in die Knie ging, sondern das FreeBSD multiple jahrealte Fehler mit sich rumschleppt und das ein großer Sack voll neuer Fehler hinzugekommen sind. Für eine gewisse Anzahl an Fehlern gibt es offenbar Patches, die das FreeBSD-Team aber offenbar mangels Kompetenz oder Interesse nicht annehmen kann oder will. So berichten im genannten Thread bei BSDForen.de diverse Langzeitnutzer von gescheiterten Versuchen, mit den zuständigen FreeBSD-Entwicklern in einen kommunikativen und sachgerichteten Diskussionsprozess einzutreten. Unterm Strich existieren dann hanebüchende Fehler, wie z.B. einem Fehler von passwd i.V.m. OpenLDAP, mein persönlicher Lieblingsbug PR #102066 (Nichtfunktionieren von Multimediakeys auf per USB angeschlossenen Multimediatastaturen; der Bug ist auch erst 1 1/2 Jahre alt), dem nunmehr ein Jahr lang andauerndem totalen Desinteresse an funktionierendem Flash (vgl. PR #108077) und vieles mehr. Von den im Thread angesprochenden systemnahen Fehlern (z.b. SCSI) möchte ich gar nicht erst anfangen, weitere Argumente von mir gibt's bei Bedarf hier.

Ach ja, der Fairness halber: Ab und an taucht im Thread auch mal ein Sternchen auf und berichtet davon, dass FreeBSD dort ordentlich läuft, aber das sind möglicherweise auch schon jahrealte Kisten oder vielleicht einfach nur Glückstreffer? In meinem persönlichen Umfeld hat die Anzahl derer, die mit FreeBSD mittlerweile voll auf die Schnauze fallen, deutlich überhand genommen.

Zwischenzeitlich kaufte ich mir einen neuen Rechner, um darauf dann gleich neue Bugs festzustellen. So kam ich diesesmal gar nicht dazu, die Wirkung von I/O-Last auf HDDs in Verbindung mit meiner TV-Karte zu testen, weil schon der TV-Betrieb ohne I/O-Last derart ruckelt, dass an eine objektive Beurteilung gar nicht zu denken ist.

Meines Erachtens hat FreeBSD letztlich vollends die Bodenhaftung verloren. Ich kann mich noch gut an meinen Einstieg in die BSD-Zeit erinnern (dürfte 2002 gewesen sein). Damals konterte BSD mit dem Spruch "seperates the men from the boys und fing so die eine oder andere Nase ein, die exklusiv sein wollte. Die Exklusivität wurde unter Verzicht auf bestimmte Vorzüge (z.B. Flash7 mit Ton) gewährleistet durch ein schnelles und stabiles System. Die Stabilität hat sich bis heute einigermaßen gehalten, aber die Geschwindigkeit hinkt mittlerweile deutlich hinter der von Linux zurück. FreeBSD hat sich über die Jahre nicht in gleichem Maße fortentwickelt wie andere Systeme, dafür aber neue Features halbgar implementiert, und die alten existierenden Fehler nicht behoben. Es scheint, als sei der rote Faden im Entwicklungsdesign verloren gegangen.

Die bestehenden Fehler sind übrigens auch nicht deshalb minderschwer, weil sich in anderen Foren und Communityteilen die Teilnehmer für jeden Pups, den das Projekt läßt, gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich beglückwünschen, User welch überragenden Systems sie doch sind. Über die mangelnde Sinnhaftigkeit, wie ein Bananenverkäufer auf dem Fischmarkt FreeBSD-CDs unters nur wenig interessierte Volk zu verteilen, habe ich ebenfalls genug Worte verloren.

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17.12.2007 um 18:48:33

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Meine Rückkehr zu Gentoo Linux

Mit 23 Kommentaren

Ich habe einige Jahre an FreeBSD festgehalten und gehofft, dass die Qualität wieder 4.x-Niveau annimmt. Seit Version 5.2.1 ging es mit FreeBSD kontinuierlich bergab und trotz diverser Bemühungen hat man aus meiner Sicht bzw. für meine Zwecke mehr Baustellen aufgerissen und Fehler eingebaut als Bugs behoben. Nachdem die Performanz darüber hinaus systemübergreifend und lange Zeit unter aller Kanone ist, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen.

Windows und MacOS kommen für mich aus politischen und ideologischen Gründen nicht in Frage. Ein anderes BSD wird - bezogen auf meine Ansprüche - wohl eher noch weniger leisten können als FreeBSD. Es blieb daher nur ein Linux übrig. Da dieser Schritt schon auf längere Zeit absehbar war - ich habe aber krampfhaft, lange und hoffnungsvoll an FreeBSD festgehalten - habe ich mir diverse Linuxe angesehen, wie man hier, hier, hier, hier, hier, oder auch hier sehen kann. Viele der getesteten Distributionen waren ganz gut, einige hatten ein zu kleines Repository, andere installierten zuviel Software, wiederum andere waren sehr unaufgeräumt - kurzum: so richtig gefallen hat mir keines.

Daher bin ich ja Jahren der Abwesenheit wieder bei Gentoo Linux gelandet. Gentoo kommt im Design recht nah an FreeBSD heran und bringt darüber hinaus unter anderem die folgenden Vorteile:

  • USE-Flags: Ich kann über die Festlegung von USE-Flags selbst bestimmen, welche Fertigkeiten ein Programm haben soll und auf welche Optionen ich verzichten kann. Die Programme sind daher maßgeschneidert auf meine Bedürfnisse. Ein Amarok bringt also genau solange keine iPod-Unterstützung mit, bis ich einen iPod habe.

  • gesplittete kde-Pakete: viele Distributionen bieten nur große Metapackages für kde, z.B. kde3multimedia, worin dann alle multimediabezogenen Programme von kde enthalten sind. Ich brauche aber nur eine kleine Auswahl davon und kann mir diese unter Gentoo unter Verzicht der übrigens Programme direkt zusammenbauen und installieren

  • sehr stabil

  • sehr großes Repository

  • sehr einfache Möglichkeit, stabile und unstabile Pakete in einem System zu mischen

  • ausgereiftes Paketmanagement

  • großartige Dokumentation in Website und Wiki

  • große, gute und freundliche Community, auch deutschsprachig


Es gäbe weitere Vorteile und sicher auch einige Nachteile aufzuzählen. Nun soll das hier aber letztlich kein Werbeartikel für Gentoo werden, sondern nur eine Darstellung, warum in diesem Blog auf absehbare Zeit keine Artikel mehr zu BSD erscheinen werden. Ich habe einen kurzen Moment überlegt, ob ich mein FreeBSD 7.0-CURRENT noch solange auf der Platte lasse, bis 7.0 released wurde, um dann nochmal ein paar Erfahrungen abzugreifen und hier einen Statusbericht abzuliefern. Aber ich bin mir mittlerweile so sicher, dass sich an der Grundsituation von FreeBSD nichts mehr ändern wird, dass ich mir diesen Teil kneifen werde. Ich hoffe, dass sich meine beiden noch verbliebenen FreeBSD-Ports auch ohne grafisches System maintainen lassen; ansonsten werde ich diese aus dem Portstree nehmen oder den Maintainerjob an eine andere Person deligieren.

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07.08.2007 um 18:34:17

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FreeBSD & KDE 3.5.7

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Seit kurzem ist KDE in der Version 3.5.7 in den FreeBSD-Ports enthalten. Es handelt sich bei der neuen Version vornehmlich um ein Bugfix-Release. Viele dieser Bugs sind mir persönlich wohl nie aufgefallen, andere kenne ich, sie stören mich aber nicht und einer hat mich schon seit Monaten richtig genervt und nun scheint er endlich behoben zu sein.

Seit KDE 3.5.7 ist nun Konqueror für mich endlich als vollwertiger Browser zu nutzen, da sich offenbar jemand des Bugs #57819 angenommen hat. Dieser Bug hat es zielsicher unterbunden, dass man bei Forenlinks über das 'letzten Beitrag zeigen'-Symbol auch wirklich ans Ende des entsprechenden Threads kommen ist. So hat einen Konqueror immer am Kopf der Seite abgesetzt, was einen steten Lesefluß tatkräftig unterbunden hat. Nach diversen angesurften Seiten stürzt jedoch auch der neue Konqueror ab und an nochmal mit einem Signal 11 (SIGSEGV) ab, aber erst, nachdem ich den Browser mutwillig beendet habe.

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05.07.2007 um 19:09:55

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BSDGroup/-foren-Firefox-Plugins mit neuer Webseite

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Die Firefox-Suchplugins bsdgroup-firefox-searchplugin und bsdforen-firefox-searchplugin sind ab sofort auf meinem Webspace bei der BSDGroup.de zu finden. Bereits seit längerem hatte ich vor, den beiden Plugins eine eigene Seite zu spendieren. Nachdem die BSDGroup so freundlich war, mir zusätzlich noch Backup-Space für die Distfiles anzubieten, habe ich die ganze Seite gleich dort plaziert. An dieser Stelle meinen Dank für die prompte Bereitstellung.

Fortan ist die Webseite der Plugins also http://people.bsdgroup.de/~steve/

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18.04.2007 um 22:04:22

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FreeBSD mit KDE & HAL

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Heute bin ich endlich mal dazu gekommen, mich etwas näher mit dem Thema FreeBSD und HAL zu beschäftigen. HAL ist eine Abkürzung für Hardware Abstraction Layer und dient dazu, eine mittlere Schicht zwischen Hardware- und Softwareebene zu schaffen, sodass obere Softwareanwendungen nicht mehr direkt mit der Hardware kommunizieren müssen, sondern einfach auf HAL zugreifen können.

Wichtig für die Installation ist, dass x11/kdebase3 mit HAL-Support kompiliert wird. Wer das bisher nicht erledigt hat, sollte diesen Schritt über make config in x11/kdebase3 mit anschließendem make deinstall reinstall clean nachholen.

Sind KDE inkl. Komponenten entsprechend mit HAL-Support kompiliert, geht es ans Einrichten. Zuerst muss die /etc/rc.conf auf den Start der notwendigen Komponenten vorbereitet werden.
# echo "dbus_enable=\”YES\”" >> /etc/rc.conf
# echo "hald_enable=\”YES\”" >> /etc/rc.conf
# echo "polkitd_enable=\”YES\”" >> /etc/rc.conf

Danach sind zunächst die maßgeblichen Dienste zu starten (passiert durch die Einträge in /etc/rc.conf ab dem nächsten Systemstart automatisch):
# /usr/local/etc/rc.d/dbus start
# /usr/local/etc/rc.d/hald start
# /usr/local/etc/rc.d/polkitd start

Außerdem ist es wichtig, dass der Mountpunkt /media/ existiert. Außerdem müssen der User, der sich später in kde einloggt, in der Gruppe operator sein und Usermount muß aktiviert sein.
# pw group mod operator -m stell
# echo "vfs.usermount=1" >> /etc/sysctl.conf

Nach erfolgreicher Installation können alle Vorteile von HAL genutzt werden, wie z.B. das Einbinden von USB-Sticks per Mausklick. Beim Einlegen einer Audio-CD fragt KDE selbständig nach, was mit dem Medium passieren soll (z.B. Auslesen der Audiodaten mittels kaudiocreator, oder Kopieren der CD mittels k3b). Viele User dürften dieses Verhalten von z.B. (K)Ubuntu kennen.

Quellen:
1.) http://www.freebsd.org/gnome/docs/faq2.html#q19
2.) /usr/ports/UPDATING, Eintrag: 20061219

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07.04.2007 um 13:38:34

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FreeBSD/amd64 und sched_core

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Gut drei Jahre ist es her, seitdem die gute Skalierbarkeit meiner FreeBSD-Maschine mit der Einführung von FreeBSD 5.2.1 verloren gegangen ist. Seitdem war Fernsehen am PC und zeitgleiches Kompilieren von Programmen (z.B. portupgrade) quasi nicht möglich. Die Prozessorlast brachte das Tv-Bild derart ins Ruckeln, dass die Ausgabe eher einem Daumenkino denn einem Fernsehbild glich.

In der aktuellen FreeBSD-Entwicklungslinie (FreeBSD 7.0-CURRENT) ist sched_ule, das eigentlich bereits als performanter und besser skalierender Nachfolger von sched_4bsd fungieren sollte, für meine Zwecke zum Rohrkrepierer verkommen. Es hieß zwar anders, funktionierte aber auch nicht besser. Durch einen Tip bei der BSDGroup bin ich auf sched_core aufmerksam geworden, was wiederum ein Fork von sched_ule ist. Mit sched_core ist nun endlich wieder flüssiger Fernsehbetrieb möglich bei gleichzeitiger Vollbelastung der CPU.

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13.03.2007 um 18:02:53

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FreeBSD mit einem Hewlett Packard HP PhotoSmart C7180

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Nachdem ich längere Zeit mit diversen Einzelkomponenten gearbeitet habe (ein Tintenstrahldrucker, ein kleiner Laserdrucker, ein Flachbettscanner, teilweise ein Faxmodem) und mich dieser ganze Gerätewirrwarr genervt hat, habe ich mich kürzlich dafür entschieden, mir ein Multifunktionsgerät zuzulegen.

Grundlegende Voraussetzung: zumindestens die Basisfunktionen müssen unter FreeBSD bzw. Linux funktionieren oder am Gerät selbst bereitstehen. Aufgrund der restriktiven Politik von Canon ("bloß keine Linuxunterstützung bereitstellen") fiel dieser Anbieter schonmal raus. Nach längerem Recherchieren blieben für mich nur Hewlett Packard (HP) und Brother übrig. Brother bietet gute Multifunktionsgeräte und passende Linuxtreiber dazu, für Hewlett Packard gibt es sogar HPLIP. HPLIP steht darüber hinaus auch unter FreeBSD zur Verfügung. Das, in Verbindung mit meinen bisherigen guten Erfahrungen mit HP, war der ausschlaggebende Grund für ein HP-Gerät. Es sollte unbedingt Fax-Funktionalität bieten, Fotodruck beherrschen, Scannen und Kopieren können und vieles davon bereits am Gerät selbst ermöglichen. Nach längerem Googlen entschied ich mich für den HP PhotoSmart C7180.

Nach dem Auspacken präsentiert sich das Gerät mit guter Ausstattung. Es kann über kabelgebundenes Netzwerk mit einem Router verbunden werden, über USB an den Rechner direkt angeschlossen werden, sowie über WLAN und Bluetooth angebunden werden. Die Grundinstallation verläuft schnell und problemlos. Der Drucker holt sich vom Router via DHCP automatisch eine IP und kann über den kde-Druckmanager im internen Netz auf Port 9100 gesucht werden. Kopien, Faxe oder Scans können sehr einfach am Gerät selbst erstellt werden. Dazu einfach die entsprechende Taste drücken (z.B. "Kopie"), und wählen, ob die Kopie in schwarz/weiß oder farbig erfolgen soll. Des weiteren besteht die Möglichkeit, den Drucker über einen integrierten Webserver anzusprechen. Dazu ist im Browser einfach die IP des Gerätes (oder den Hostnamen, Standard ist hier: HP2C102C) aufzurufen. Auch hier können Scans erstellt werden und weitgehende Konfigurationen für das Gerät vorgenommen werden. Die Konfigurationsmöglichkeiten sind sehr vielfältig, speziell im netzwerktechnischen Bereichen bleiben keine Wünsche offen. Die Anbindung über WLAN und Bluetooth habe ich allerdings nur überflogen, da ich hier die kabelgebundene Vernetzung bevorzuge und die anderen Möglichkeiten - soweit notwendig - deaktiviert habe.

Die erste Freude wurde gedämpft, als ich versuchte, über FreeBSD ein Bild einzuscannen. Der im Netzwerk liegende Scanner wird von sane nicht erkannt und kann somit nicht angesprochen werden. Google wirft zu den passenden Suchbegriffen nur Lösungen aus, wie ein lokal am Rechner angeschlossener Scanner übers Netz verteilt werden kann; nicht jedoch, wie ein lokaler Rechner einen im Netz liegenden Scanner ansprechen kann. Hier kommt HPLIP ins Spiel, was die fehlende Funktionalität ganz hervorragend bereitstellt. Unter FreeBSD ist dafür der Port print/hplip zu installieren und die Konfigurationsdatei entsprechend umzubenennen. Danach müssen die Eintragungen für hpssd und hpiod in /etc/rc.conf vorgenommen werden:

# cd /usr/ports/print/hplip && make install clean
# cp /usr/local/etc/hp/hplip.conf.sample /usr/local/etc/hp/hplip.conf
# echo "hpssd_enable=\"YES\"" >> /etc/rc.conf
# echo "hpiod_enable=\"YES\"" >> /etc/rc.conf
# /usr/local/etc/rc.d/hpssd start
# /usr/local/etc/rc.d/hpiod start

Danach steht unter CUPS ein weiterer Drucker zur Verfügung, der den Fax-Wrapper bildet. Das Gerät wird hier entsprechend mit Photosmart_C7100_fax benannt. Wählt man in seiner Anwendungssoftware jetzt diesen Fax-Drucker aus, so erscheint das Programm hp-sendfax mit dem aktuellen Druckauftrag im Queue. Sobald unter "Recipients/Empfänger" eine Faxnummer eingetragen und per Mausklick ausgewählt worden ist, wird die Schaltfläche "Send fax" aktiv und das Fax kann versandt werden.

Weitere nützliche Programme sind hp-setup zur Basiseinrichtung des Gerätes und hp-toolbox, um weitere nützliche Druckerfunktionen zu nutzen (Farbkalibrierung, Patronenkalibrierung, Fax-Setup, Fax-Adressbuch, Informationen, Status, Patronenfüllstand und vieles mehr).

Auf die Schnelle sind mir keine Funktionen aufgefallen, die unter FreeBSD aktuell nicht funktionieren würden. Meine Ansprüche an das Gerät sind allerdings auch nicht professioneller Natur. Es reicht mir erfahrungsgemäß aus, wenn ich mal ein Fax versenden, einen Fotodruck erledigen oder eine Kopie fertigen kann.

Unter Linux (hier: Kubuntu 6.10 Edgy Eft) funktioniert derzeit übrigens die Fax-Funktionalität nicht. Entsprechende Bugs sind anhängig; in Feisty Fawn soll der Fehler unter Verwendung von HPLIP v1.7.1 bereits behoben sein.

P.S.: Hier noch ein paar Daten zum aktuell verwendeten System:

# uname -a
FreeBSD currahee.crashmail.de FreeBSD 6.2-STABLE i386 #3: Sun Jan 21 10:37:41 CET 2007

# pkg_info | grep hplip
hplip-1.7.1 Drivers and utilities for HP Printers and All-in-One device

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04.02.2007 um 13:17:16

Abgelegt in FreeBSD, Linux