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Warum Threema für mich trotzdem eine Alternative zu WhatsApp ist

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Nachdem kürzlich bekannt wurde, dass der bekannte Messenger WhatsApp für die unfassbar große Summe von 19 Milliarden Dollar an Facebook geht, keimt die Diskussion um alternative Messenger wieder auf.

Derer gibt es sich reichlich ... schlechte, bessere und auch gute. Einen guten Beitrag über die Alternativen findet ihr z.B. bei netzpolitik.org.

Ich nutze seit längerem den Messenger Threema, der - gemessen an der Verbreitung innerhalb meiner Kontakte, bis dato eher ein Nischendasein fristete. Threema führt derzeit die Liste der Alternativen an und auch auf Twitter gibt es viel zum Hashtag #threema zu lesen. Gleichwohl ist Threema aufgrund seines nicht offen liegenden Quellcodes in der Kritik. Fefe hat eine umfangreiche Kritik zu Threema verfaßt.

Für mich ist Threema trotzdem eine (wenn nicht sogar DIE!) Alternative zu WhatsApp, da:

  • Threema einfach zu installieren und zu handhaben ist,
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beherrscht,
  • sehr kostengünstig ist (Android: einmalig(!) 1,60€),
  • der Server in der Schweiz und damit außerhalb der U.S.A. steht,
  • aufgrund des Protokolls, anders als bei OTR keine persistente Verbindung zum Gegenüber benötigt und daher mobilfähig ist,
  • das Gegenüber zum Schlüsselaustausch nicht online sein muss (anders als bei OTR),
  • 99% meiner Kontakte weder in der Lage sind noch Lust dazu haben, einen eigenen Messenger-Server zu betreiben,
  • nicht (und schon gar nicht zwangsläufig) das vollständige Telefonbuch zum Server hochlädt,
  • sich auch außerhalb von google-Play bezahlen läßt,
  • sich via Bitcoin vollständig anonym bezahlen läßt.

Wer aber ganz sicher gehen möchte, setzt sich vielleicht besser gleich einen Alu-Hut auf und verzichtet komplett auf Kommunikationselektronik.

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02/20/14 um 21:51:45

Abgelegt in Android, Datenschutz, Internet

[WLAN] Werbefilter für Android ohne root

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Ich mag keine Werbung. Sie nervt mich, sie lenkt mich von eigentlichen Inhalten ab und speziell in Apps schreckt es mich ab, wenn ich durch ein versehentliches Klicken auf Werbung aus der App in den Browser gepushed werde. Daher blockiere ich unerwünschte Werbung, wo es nur geht. Das mag man für unsozial halten - wer mit meiner Nutzung Geld generieren will, soll mir die App halt zum Kauf anbieten. Ich bin ein User, der sich bei der Wahl zwischen werbeverseuchter und kostenpflichtiger Angebote immer für die Kostenpflicht entscheiden wird.

Bei Androiden stellt sich im Vergleich zur Computernutzung leider das Problem, dass sich Werbung hier nicht so einfach blockieren lässt. So habe ich meine ersten Androidgeräte grundsätzlich gleich am ersten Tag gerootet und Werbefilter installiert. Von den Gefahren eines Bricks mal abgesehen, nervt das aber zunehmend. Während sich einige Geräte (wie solche der Nexus-Serie) noch ganz passabel rooten lassen, wird bei anderen schon schwieriger und komplizierter. Zudem nimmt die Anzahl ganz unterschiedlicher Devices in unserem Haushalt massiv zu, sodass ich mir da mittlerweile sechs, sieben verschiedene HOWTOs durchlesen muss, um am Ball zu bleiben.

Kurzum: Es gibt Geräte, bei denen ich gerne auf root-Zugriff verzichten würde - nicht nur, weil's umständlich ist, sondern weil damit oft auch die Möglichkeit zu OTA-Updates verloren geht, oder falsche Apps eher Schaden anrichten können.

Um es für die User, die auf der Suche nach einer simplen One-Click-Lösung hier her gekommen sind, gleich vorweg zu nehmen:

Effektive Werbefilter auf dem Androiden direkt ist ohne root nicht möglich. Es gibt ein paar Lösungen, die aber allesamt ihre Schwächen haben. So habe ich beispielsweise in meinen ersten Versuchen allen Traffic durch einen squid-Proxy geroutet. Allen Traffic? Denkste, denn die erweiterten Einstellungen im WLAN-Setup des Androiden beziehen sich trotzdem nur auf die Webbrowser. So ist man beim Surfen zwar einigermaßen werbefrei, in diversen Apps blinkert es aber trotzdem fröhlich vor sich hin.

Die einzig passable Möglichkeit, um Werbung aus dem Androiden rauszuhalten, ist, die zugrunde liegenden Hosts zu blockieren. Hier kommt als Router eine Fritzbox 7270v2 zum Einsatz. Die /etc/hosts ist dabei leider nicht so ohne weiteres abzuändern. Es gibt zwar Möglichkeiten, auf die Fritzbox schreiben zuzugreifen, aber das ist nicht nur umständlich, sondern auch nicht ganz ungefährlich. Ein Fehler im Setup hindert die Box schnell mal am Hochfahren. Den darauf folgenden Reset der kompletten Box würde ich mir gerne ersparen. Zudem soll die hosts-Datei in der Fritzbox aus der Konfiguration zur Laufzeit generiert werden - Änderungen an der /etc/hosts würden damit bei jedem Neustart überschrieben werden.

Bliebe also lediglich, die Kindersicherung der FritzBox zu bemühen und die dortige Blacklist mit passenden Einträgen zum Werbefilter zu füllen. Von der Idee her ist das nicht schlecht und funktioniert in der Praxis auch ganz gut. Aber die Anzahl der möglichen Einträge in der Blacklist sind doch arg begrenzt, sodass dies als umfassender Filter leider überhaupt nicht zu gebrauchen ist.

Das nachfolgende Setup ist also umfangreicher und benötigt neben einem Router mit freier DNS-Wahl auch einen PC, der zum Zeitpunkt des Internet-Zugriffs läuft. Gegeben sind hier neben der FritzBox 7270v2 als Router ein Heimserver basierend auf Gentoo Linux und net-dns/pdnsd als DNS-Proxy. Sicherlich gehts auch mit anderen Betriebssystemen, anderen Rechnern und anderer Software. Als Rechner würde sich statt einem größeren Heimserver beispielsweise ein Raspberry Pi anbieten.

Die Grundidee meines Setups ist folgende: die Clients wenden sich für die Namenauflösung an die FritzBox, diese nutzt als DNS-Server den lokalen Heimserver und hier antwortet ein pdnsd auf Anfragen, nachdem er bestimmte Anfragen - nämlich solche an Werbeserver - negiert.

Der Einfachheit halber versorgen sich meine Clients durchweg via dhcp. Für die Namenauflösung wenden sie sich also alle an die Adresse der FritzBox. Hier trage ich unter den Heimserver als freien DNS-Server ein:


Werbefilter Android ohne root
Einstellungen zum alternativen DNS-Server in der Fritzbox


Der Heimserver läuft unter Gentoo, die Installation und Konfiguration von pdns ist in diesem Artikel im Gentoo-Forum ausführlich beschrieben. Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass die Server der German Privacy Foundation nicht mehr ordnungsgemäß laufen und man daher in der pdnsd-Konfiguration auf andere DNS-Server ausweichen sollte.

Nachdem pdnsd ordnungsgemäß aufgesetzt wurde, fehlen natürlich noch die Einträge für die Werbefilter. Hierzu kann man sich auf pgl.yoyo.org passende Listen für diverse Programme, unter anderem pdnsd, zusammenstellen lassen. Das fertige Snippet sieht dann so aus.

Nachdem das o.g. Filtersnippet zur pdnsd.conf hinzugefügt wurde, muss die Konfiguration neu geladen werden. Damit sollte der Heimserver die Namenauflösung für die FritzBox übernehmen und die Werbeserver aus der Namenauflösung herausfiltern. Alle angeschlossenen Clients sind damit von den in der pdnsd.conf negierten Servern befreit und ungerootete Androiden zeigen fortan keine Werbung mehr an.

Das ganze gilt natürlich nur, solange man sich im heimischen (W)LAN befindet. Für 3G-Verbindungen von unterwegs oder in fremden Drahtlosnetzwerken ist die Variante mit gerooteten Devices nach wie vor erforderlich.

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09/18/13 um 21:00:00

crypto? Na klar ...

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Für eine Vielzahl von Geräten und Kommunikationswegen gibt es heute die Möglichkeit, diese kryptographisch zu verschlüsseln. Die häufigste Anwendung dürfte dabei die Verschlüsselung im Webbrowser via https sein. während die (gefühlt) seltenste eMail mit S/MIME ist.

Zunächst einmal sei gesagt, dass Kryptographie ein Recht ist, das nicht überall als selbstverständlich gilt. Als Teil des militärischen Apparats unterliegt Krypto-Software bisweilen starken Exportbestimmungen und auch sie ist oft nicht gern gesehen, nur geduldet oder gar verboten. Eine schöne Übersicht zum Thema halten die Bremer Piraten bereit.

Und eine konsequente Haltung einzunehmen und zu halten, ist anstrengend.

Um Kryptographie im Kommunikationssektor einzusetzen, bedarf es nicht nur einiges an Kenntnis, sondern auch regelmäßigen Aufwands. In Zeiten von Prism und Tempora schießen zwar die Anleitungen zum Verschlüsseln von eMails wie Pilze aus dem Boden, aber die Anleitung bis zum Ende konsequent durchzuarbeiten und die erreichte Verschlüsselung dann auch einzusetzen, scheint für den überwiegenden Großteil doch eine unüberwindbare Hürde zu sein. Warum für das Gros der Internetnutzer eine unverschlüsselte eMail kein Problem darstellt, während sich die Sache bei unverschlossenen Briefen ganz anders darstellen würde, muss jeder für sich selbst beantworten.

Das schwächste Glied einer Verschlüsselung ist - von stümperhafter Implementation mal abgesehen - das Passwort. Der aufwendigste Algorithmus fährt an die Wand, wenn das Passwort zu kurz und/oder schlecht gewählt ist. Und vor allem dort, wo regelmäßige Passworteingabe erforderlich ist, neigt der Mensch aus Bequemlichkeit zum Verzicht oder zur Wahl eines (zu) einfachen Passwortes. Ansonsten gilt hier wieder: eine konsequente Haltung einzunehmen und zu halten, ist anstrengend.

Eine weitere, für mich persönlich wichtige, Sache ist, die privaten Schlüssel selbst zu schützen. D.h., ich verschlüssele nicht nur meine eMails, sondern sorge auch in hohem Maße dafür, dass mir diese privaten Schlüssel nicht verloren gehen und in falsche Hände geraten. Dazu bietet es sich zuerst an, private Schlüssel - soweit möglich - mit einem Passwort zu schützen. D.h., der private Schlüssel kann nur nach Eingabe eines Passwortes genutzt werden. Auch hier bringt das den Nachteil mit sich, dass man keine eMail absenden kann, ohne vorher den privaten Schlüssel mit einem Passwort "aufgeschlossen" zu haben. Agents, die sich das Schlüsselpasswort für eine vordefinierte Zeit merken, erleichtern die Arbeit bei Bedarf für weitere eMails, aber der einmalige Aufwand ist unumgänglich.

Zudem werden die Schlüssel durch Systemverschlüsselung geschützt. Ich habe wenig Hoffnung, so staatlichen Stellen dauerhaft entgehen zu können, da ich den Einbau eines Keyloggers nicht verhindern kann und die Systeme spätestens zur Laufzeit aufgeschlossen und entschlüsselt sind. In der vagen Annahme, für staatliche Stellen wie NSA, BND und Staatsschutz das kleinste aller Lichter, quasi die personifizierte Nullnummer, zu sein, beschränkt sich meine Bemühung hier vor allem auf Diebstahl. Ja, ich habe Angst, das meine Geräte gestohlen werden und wenn der Fall irgendwann mal eintritt, dann kann ich mich in aller Ruhe zurücklehnen, weil ich mir sicher sein kann, dass niemand außer mir an die darauf gespeicherten Daten zugreifen kann. Das gilt sowohl für stationäre Geräte wie meine Workstation, als auch für mobile Geräte wie mein Arbeitsnotebook und mein Smartphone.

Vor allem beim Smartphone gilt wieder: eine konsequente Haltung einzunehmen und zu halten, ist anstrengend. Eine Verschlüsselung ist nämlich nur sinnvoll und möglich, wenn eine PIN-/Passwortsperre eingerichtet wurde. Und die hat das Potential, ganz erheblich zu nerven, wenn man eMails checken, eine Kurznachricht versenden oder nur mal eben irgendwo anrufen möchte. Zudem verkompliziert sich die Sache ganz erheblich, wenn man bedenkt, dass das schwächste Glied einer Verschlüsselung das Passwort ist. Wie weiter oben schon erwähnt, hilft die beste Verschlüsselung nichts, wenn es dem Dieb möglich ist, auf das bereits in Betrieb befindliche, entschlüsselte und aufgeschlossene Device zuzugreifen. Für gerootete Android-Smarthpones bietet sich da glücklicherweise die App Cryptfs Password an, die es ermöglicht, nachträglich das Passwort für die Systemverschlüsselung zu ändern. Somit kann das Passwort für die Verschlüsselung deutlich stärker gewählt werden als das für die PIN-/Passwortsperre. Ersteres muss nur beim Systemstart eingegeben werden, während letzteres bei jedem Aufwecken des Smartphones erforderlich ist. Aber auch hier ist die Systemverschlüsselung natürlich sinnbefreit, wenn das Gerät danach nur mit einer vierstelligen Zahlkombination (=PIN) gesperrt ist. Etwas mehr Mühe muss man sich schon geben, aber alleine die Erhöhung der PIN-Stellen bringt oder das Einstreuen von Buchstaben schon viel. Getestet habe ich die Android-Systemverschlüsselung übrigens aktuell auf dem Google Nexus 4, auf dem ich dadurch einen Performanceeinbruch feststellen kann. Eine deutlich sinkende Zugriffsrate auf den SD-Speicher ist aber messbar.

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07/09/13 um 17:55:35

Llama - Location Aware Mobile Application

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Android HomescreenDürfte ich eine App des Jahres wählen ... es wäre Llama. Mit Llama - Location Aware Mobile Application ist es möglich, ortsbezogene Events auf dem Androiden ausführen zu lassen. Zur Ortsbestimmung nutzt Llama dabei die jeweils empfangbaren Funkzellen (CellIDs) und - derzeit noch als experimentell markiert - verfügbare WLANs (WiFi) und WLAN-MAC-Adressen. Auf GPS wird hierbei per Default verzichtet, da GPS in Gebäuden oft nicht ausreichend funktioniert und den Akku in Rekordgeschwindigkeit leerziehen würde. Wer trotzdem GPS oder gar den androideigenen Dienst zur Ortsbestimmung verwenden möchte, kann dies in den experimentellen Einstellungen von Llama festlegen.

Llama kann wie gewohnt über den Market installiert werden. Nach dem erstmaligen Start nistet sich ein graunes Llama-Icon in der Notification bar ein. In den Grundeinstellungen ist das Llama-Icon grau mit jeweils unterschiedlichen Punkten. Zur besseren Übersichtlichkeit kann man das Icon im Reiter Profiles → Gedrückthalten eines Profiles → Edit Profile → Change Llama icon und Llama icons ändern. Bei mir hat jedes Profil eine eigene Iconfarbe, sodass ich in der Notification Bar schon erkennen kann, in welcher Area Llama sich zu befinden glaubt.

Konfiguriert wird Llama insgesamt über vier Reiterkarten. Die jeweiligen Standorte können über den Reiter Areas eingestellt werden. Ortsbezogene Events lassen sich im Reiter Events konfigurieren, während man die Profile im Reiter Profiles ändern kann. Den jeweils aktuellen ortsbezogenen Status kann man in Recent einsehen.

Llama - Reiter Areas   Llama - Reiter Events   Llama - Reiter Profiles


Problematisch werden solche Anwendungen, wenn - wie bei mir - der Wohnort und der Arbeitsplatz nahezu identisch sind. Mein Wortort ist nur wenige dutzend Meter von der Arbeitsstätte entfernt, sodass ich mich bei beiden innerhalb der gleichen Funkzellen bewege. Eine Unterscheidung anhand der CellIDs ist somit nicht möglich. Hier kommt Llamas experimentelles Feature, WiFi-Netze zur Ortserkennung einzubeziehen, ins Spiel. Dazu muss in den Settings → Experimental Stuff → Check for WiFi Networks ausgewählt werden. Zusätzlich muss jetzt noch das heimische WLAN zur Area "Home" hinzugefügt werden. Dazu wechselt man in den Recent-Tab und wartet, bis dort der Name und/oder wie MAC-Adresse des eigenen WLANs auftaucht. Ein langer Druck auf den jeweiligen Eintrag bietet dann die Option Add to Area. Im Folgefenster kann man dann auswählen, zu welchem Standort das WLAN-Netz hinzugefügt werden soll.

Llama - Reiter Recent      Llama - Add WiFi to Area Home


Nach heutigem Stand bietet Llama in der aktuellen Version leider nicht die Möglichkeit, beispielsweise die Area work mit »wenn CellIDs a, b und c und nicht WiFi $ESSID« zu definieren. Daher muss man, wenn die Funkzellen von Home und Work identisch sind, immer in den Events-Conditions entsprechend abstrahieren. So muss ich beispielsweise bei Events, die nur bei der Arbeit ausgeführt werden sollen, immer auch die Verneinung von Home definieren. Klingt kompliziert? Ist es auch ...

Ein Beispiel:

Da ich die Area Work nicht als "CellIDs und Nichtvorhandensein meines WiFi" definieren kann, befindet sich Llama in meiner Wohnung immer in "Home, Work". Home, weil mein heimisches WLAN gefunden wird, und Work, weil hier die gleichen Funkzellen verfügbar sind, wie bei der Arbeit. Wenn ich also einen Event nur am Arbeitsplatz ausführen lassen möchte, lautet die Event-Bedingung:

At Work when not at Home - disable WiFi and change profile to Normal


Schöner wäre es hier, wenn das »when not at Home« bereits in den Areas konfiguriert werden könnte. Ich habe dazu bereits den Llama-Autor angeschrieben. Er hat das Verhalten bestätigt und die von mir bereits gewählte Konfigurationsmethode vorgeschlagen. Ob es hier zukünftig noch andere Möglichkeiten gibt, bleibt abzuwarten.

Schlussendlich ist es mit Llama möglich, detaillierte Events zu konfigurieren und das Smartphone beispielsweise nachts in den Airplane Mode zu schicken. Die Energieersparnis ist dabei nahezu identisch zu teuren Energiespartools. Llama ist und bleibt kostenlos und nur wer zuviel Geld hat, kann eine Donateversion kaufen, die aber keinerlei Funktionsumfang freischaltet. Ich habe dem Autoren trotzdem gespendet, weil ich das Tool für sehr gelungen halte.

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07/09/11 um 10:47:15

Abgelegt in Android

ttrss-reader-fork via API mit TinyTinyRSS verbinden

Mit 2 Kommentaren

Durch einen Blogartikel auf demaya.de bin ich heute auf die Android-App ttrss-reader-fork gestossen. Nach einer solchen App hatte ich letztlich - ohne es zu wissen - schon lange gesucht.

Das Lesen von Einträgen auf TinyTinyRSS ist mit dem stock-Android-Browser recht umständlich und unkomfortabel. Das es dabei eine App für ttrss geben könnte, hätte ich gar nicht gedacht.

Umso erfreuter war ich also, von dieser App Kenntnis zu erlangen. Auf die im o.g. Blogartikel genannten bin ich dann nicht gestossen, wohl aber darauf, dass eine Anmeldung via ttrss-reader-fork schlicht nicht möglich war. Als Fehlermeldung bekam ich immer wieder nur den Hinweis, dass ich Verbindungs- und/oder Zugangsdaten kontrollieren sollte. Nun sind mir die Zugangsdaten zu dem von mir täglich genutzten Reader durchaus bekannt und auch bei der URL gabs wenig zu verbessern. Ein Blick in die Serverlogs verriet auch schnell, dass die gesendeten Daten grundsätzlich richtig ankommen.

Nach längerem Suchen bin ich dann darauf gekommen, dass die Nutzung der external API gegebenenfalls erst eingeschaltet werden muss. Dazu muss man sich im Webinterface bei seiner ttrss-Instanz anmelden und die Nutzung der externen API wie folgt freischalten:


→ Preferences → Preferences → Unterpunkt AdvancedEnable external API = YES

Ein manueller Aufruf der noch ausgeschalteten API im Browser lieferte übrigens zügig die Ursache für die fehlgeschlagene Anmeldung:

$ firefox http://www.path.to/ttrss/api/?op=login&user=uschi&password=lemke
{"seq":0,"status":1,"content":{"error":"API_DISABLED"}}

Ich werde die App jetzt mal ordentlich testen, danke aber schon jetzt Nils Braden für die (Weiter-)Entwicklung dieser App.

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03/23/11 um 14:41:07

Abgelegt in Android, Linux

im Androiden liegt die Zukunft

Mit 2 Kommentaren

Seit einiger Zeit bin ich Besitzer eines Android-Smartphones. Jedenfalls ist es das erste Gerät, dass diesen Namen auch verdient hat. Ich habe mich damals nach reiflicher Überlegung für Samsungs Flaggschiff Galaxy S entschieden, da das Gerät vor allem durch seine technischen Merkmale (etwas zu Lasten der Haptik) überzeugt.

Mein Fazit in aller Kürze: damit geht alles, und noch viel mehr.

Die Möglichkeiten und Vorteile dieses HighEnd-Androiden sind derart vielseitig, dass ich sie hier gar nicht alle aufzählen möchte. Als besonders wertvoll erscheint mir dabei der Umstand, nicht mehr auf die softwareseitige Unterstützung des Herstellers angewiesen zu sein. Zwar wird das Galaxy S derzeit von Samsung noch supported, aber das kann sich schnell ändern. Wenn die Geräte erstmal EOL sind, dann ist es schnell vorbei mit der Unterstützung. Hier bietet sich für Androiden immer die Installation sogenannter custom ROMs an.

Ich bin bereits jetzt auf Darky's ROMGingerbread Edition v8.0«) gewechselt und bin in allen Punkten restlos begeistert. Das Telefon läuft ohne Lagfix extrem smooth und die Zahl der Features ist schlicht überwältigend.

Wenn man den rasanten Zuwachs an Androiden und die schon jetzt vorhandene Überflügelung von Apple betrachtet, dann scheint derzeit nichts Androids Siegeszug aufhalten zu können - zumindestens nicht für den customer-Bereich. Und wenn Google hier nicht noch den ganz grossen Bock schiesst, dann wird bzw. bleibt Android auch das ganz grosse System für Tablets. Die Tablets, die derzeit auf der CES angekündigt werden, bringen für mich jedenfalls einen ganz grossen »haben-will-Faktor« mit und ich bin sicher, dass ich in den nächsten Monaten sicherlich auch einen Tablet-Androiden erwerben werde.

Mir fällt allerdings auf, dass man mit androidähnlichen Systemen passiver wird. Längere Texte zu schreiben ist auf dem Touchscreen umständlich, externe Tastaturen sind und bleiben Gefrickel. Ich neige zum Konsumieren, nicht zum Agieren und je höher die Anzahl der Androiden im Haushalt wird, desto weniger werden vermutlich die Linuxkisten.

Was wird, bleibt abzuwarten ....

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01/08/11 um 09:06:28

Abgelegt in Android

Android-App Stats Free und Stats Donate

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Seit kurzem gibt es eine neue Version von Stats von Sebastian Schuler. Die aktuelle Version heisst »Stats Free« und blendet Werbung ein. Wer keine Werbung haben möchte, kann auf Stats Donate upgraden.

Das habe ich heute getan, denn die App ist super und Werbung nervt mich grundsätzlich ... zudem bin ich gerne bereit, den einen oder anderen Cent für eine gute Applikation auszugeben.

Nach dem Kauf über den Market erschien bei der versuchten Installation jedoch die Fehlermeldung "Doppelte Anbieterauthorität". Damit konnte ich zunächst nichts anfangen und habe mich fragend an den Autor gewandt. Dieser hat zügig geantwortet und meine Befürchtung bestätigt, die alte Version (»Stats Free«) müsse erst deinstalliert werden, bevor die neue (»Stats Donate«) installiert werden kann. Wer seine Daten erhalten möchte, kann die Daten in den Einstellungen von Stats exportieren (Speicherort und Dateiname werden automatisch vergeben) und danach in der neuen Version auf gleichem Wege wieder importieren. Be there, done that ... funktioniert.

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11/01/10 um 18:39:01

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Softwareauswahl auf einem Android-Handy

Mit 4 Kommentaren

Seit zwei Wochen bin ich stolzer Besitzer eines Samsung Galaxy S (flash-basierte Seite) - mein erstes Android-Handy. Zuvor hatte ich ein Nokia N95-8GB, das von Nokia auch bereits als Smartphone bezeichnet worden ist. Wer allerdings einmal ein Android-Handy mit Touchscreen in Händen hielt, will nie wieder etwas anderes haben - behaupte ich jetzt einfach mal, zumindestens solange, bis etwas besseres daher kommt.

Das Hauptproblem bei der erstmaligen Inbetriebnahme eines Android-Gerätes ist wohl die Vielzahl der Möglichkeiten. Sowohl bei den Einstellungen als auch bei der Zahl der verfügbaren Software verliert man sich schnell. Daher hatte ich mich frühzeitig dazu entschlossen, erstmal alles aus zu testen und mein Handy dann auf Werkseinstellungen zurückzusetzen, nachdem ich mich umfänglich orientiert habe. Das passt zeitlich auch ganz gut, denn in naher Zukunft soll Android 2.2 (Codename: Froyo) erscheinen, was jungfräulich gestartet ebenfalls einige Vorteile haben soll.

Nachfolgende Software werde ich auf jeden Fall wieder in Betrieb nehmen (ausnahmslos kostenlos, Spenden sind aber immer gerne gesehen):

Launcher Pro von Federico Carnales, ein alternativer Launcher anstelle des TouchWiz-Standards beim Galaxy, unterstützt bis zu 7 Homescreens und lässt sich deutlich detaillierter konfigurieren als der Standardlauncher.

 


Mini Info von dynotes - Applet, um diverse Systeminformationen grafisch ansprechend darzustellen. Zudem kann beim Tippen aufs Widget neben erweiterter Information auch noch WLAN, BlueTooth, GPS, Sound und Helligkeit getoggled werden.

 


Stats von Sebastian Schuler, absolut unverzichtbares Tool, um den Datendurchsatz auf dem Android-Handy im Auge zu behalten. Das Tool kann den Traffic je nach Gesprächen, SMS, WLAN, 2G/3G/4G, etc. unterscheiden. Zur besseren Überwachung können Limits gesetzt werden.

 


Handcent SMS von handcent_admin, sehr starke und frei konfigurierbare Alternative zum Standard-SMS-/MMS-Nachrichten-App inkl. der Möglichkeit, direkt aus der SMS-Popup-Anzeige heraus zu antworten oder zu löschen. Antworten können via GoogleTalk auch diktiert werden.

 


NoLED von madmack, kleines Applet, das den Eingang von Anrufen, SMS, MMS, eMails, etc. in Abwesenheit per kleinen Icons auf dem Screen anzeigen. Da das Samsung Galaxy S keine Hardware-LED hat, durchaus empfehlenswert.

 


Android Agenda Widget von Sam Henwood, bringt die nächsten Termine auf den Homescreen. Es werden diverse Styles, Themes und frei konfigurierbare Erscheinungsbilder konfiguriert werden.

 

Und ganz wichtig, frisch reingekommen, lustig und unverzichtbar:

Angry Birds von CrazyAndroidApps/Rovio, absolut spassiges Spiel, das für Kurzweil sorgt. Möglicherweise funktioniert der Link nur für Froyo-Nutzer (Quelle)

 



Weitere lohnende Apps, die ich hier aber nicht gesondert aufführen werde sind barcoo, Barcode-Scanner, Live Hold'em, Control Bar, DCSwitch, ConnectBot, MorPlayer Music, S-Banking, Jewels und K-9 Mail.

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10/17/10 um 20:28:00

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