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Gegendemo zur Neonazi-Veranstaltung in Buchholz am 03.04.2016

Mit 2 Kommentaren

6 Jahre nach der letzten Demonstration planen Neonazis erneut eine Veranstaltung in Buchholz.

Unter dem Deckmäntelchen einer harmlosen Bürgerbewegung mit dem Namen Bürgerbewegung Nordheide versucht man, in altbekanntem hetzerischen Jargon Stimmung zu machen. Wessen Geistes Kind die Autoren dort sind, erkennt man allerdings schnell anhand der Rhetorik, mit der die Beiträge dort geschrieben sind.

Auf meine Frage in einer geschlossenen Facebook-Gruppe hin, wer denn die Gegendemo organisiert und ob dazu überhaupt schon etwas bekannt ist, tauchte ein Screenshot davon öffentlich in der o.g. Bürgerwehr-Gruppe auf. Dort kannte man allerdings offenbar den Unterschied zwischen geschlossenen und geheimen Facebookgruppen nicht und entblödete sich auch nicht, dass auch noch mit breitem Grinsen zur Schau zu stellen.

Die Antifa hat wie gewohnt schnell auf die angemeldete Veranstaltung reagiert und ihr Kommen aus verschiedenen Himmelsrichtungen angekündigt.



Mittlerweile hat die antifaschistische Einrichtung Heideruh eine Gegendemo angemeldet. Diesem Aufruf hat sich auch der Bürgermeister von Buchholz angeschlossen. Entsprechende Beiträge sind den nachfolgenden Publikationen zu entnehmen:


Ich kann die Aufrufe von Antifa, Heideruh, Stadt Buchholz und vielen mehr nur unterstützten und sage: Buchholz BLEIBT bunt ...

Den weiteren Verlauf könnt ihr auf Twitter unter den Hashtags #hh0304 und/oder #bu0304 verfolgen.

Kommt zahlreich, refugees welcome, no pasarán ...

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03/31/16 um 20:53:00

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Dagegen halten - Mund aufmachen

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08/08/15 um 23:04:00

Abgelegt in Allgemeines, Politik

Hamburger Kaffee-Kollektiv Aroma Zapatista

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Vor ca. einem halben Jahr habe ich von meiner Ex-Freundin geträumt. Zugegeben, sie nahm in diesem Traum allenfalls eine Statistenrolle ein (ich bitte sie, dies an dieser Stelle zu entschuldigen). Nichts desto trotz nahm ich ihren Namen irgendwie mit in den nächsten Tag und habe ihn - geschätzte 20 Jahre nach der Trennung - einfach mal gegoogled. Ausgeworfen wurden kaum brauchbare Treffer, abgesehen von Kaffeekollektiv Aroma Zapatista. Nun, ich bin leidenschaftlicher Kaffeetrinker und in Verbindung mit dem Namen des Kaffeekollektivs nahm eine Geschichte ihren Lauf, über die ich mich noch heute freue.

Vorab möchte ich sagen ... Kaffee ist ein ziemlich dekadentes Gesöff. Der Preiskampf in westlichen Ländern lässt den Kaffeebauern oft nur wenig zum Leben und selbst vom vermeintlich geringen Verkaufspreis in hiesigen Läden kommt nur ein Bruchteil beim Bauern an. Eine etwas bessere Situation verspricht das Fairtrade-Siegel, das zertifizierten Produzenten einen festgelegten Mindestpreis für ihre Produkte garantiert. Das ist soweit ok, allerdings brandet immer mal wieder Kritik auf, weil der Fairtrade-Prozess und die Preisgestaltung als solche zum Teil intransparent ist. Achja, und BIO soll der Kaffee natürlich auch sein.

Bisher hatte ich immer einen Fairtrade-/BIO-Kaffee im örtlichen Supermarkt gekauft und getrunken. Irgendwann ist mir allerdings aufgefallen, dass die Packungen dieser Sorte mit einem großen BIO-Schild der Supermarktkette gekennzeichnet waren, die dahinter gestapelten Packungen aber nur teilweise BIO-Siegel enthielten. Der Preis war natürlich für alle Packungen identisch und beträgt aktuell 13,99 Euro.

Ok, zurück zum Ausgangsthema. Vom Namen meiner Ex-Freundin über Google hin zum selbstverwalteten Kaffeekollektiv Aroma Zapatista mit Sitz in Hamburg. Das Team betreibt den solidarischen Handel mit zapatistischem Kaffee und unterstützt damit direkt die zapatistischen, selbstverwalteten Strukturen in Chiapas, Mexiko. Die Mitglieder von Aroma Zapatista legen Wert auf regelmäßigen Kontakt zu den zapatistischen Kaffeekooperativen in Chapas und sind mehrheitlich schon (mehrfach) vor Ort gewesen. Zudem sind die Strukturen des Hamburger Kaffeekollektivs eher transparent - neben Organisations- und Arbeitsform sind auch Gehälter, politische und emotionale Motive und vieles mehr auf den umfangreichen Seiten aufgeführt.

Wer mehr zum revolutionären Befreiungskampf der Zapatistas wissen möchte, sollte sich die Wikipediaartikel Zapatistas, Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN), Chiapas, und ggf. noch Subcommandante Marcos durchlesen.

All das hat mich soweit begeistert, dass ich mir ein paar Kilo Kaffee bestellt habe. Wie eingangs erwähnt: Ich liebe Kaffee. Ich bin allerdings nicht empfindlich, was den Geschmack angeht und ich bin auch kein überzogener Feinschmecker. Er muss heiß, schwarz und coffeinreich sein und darf gerne gut schmecken. Leckeres heißes Coffeinschwarzwasser sozusagen. Kurz nach der Bestellung kam bereits die Versandbestätigung mit anschließenem netten Mailkontakt mit einer Mitbegründerin des Aroma-Kollektivs. Mit einem Preis von derzeit 7,50 Euro für 500 Gramm (= 15,- Euro für 1 Kilo) liegt er auch nur 1,01 Euro über dem regulären Preis meines bisherigen Fairtrade-/BIO-Supermarktkaffees. Der Kaffee selbst kam gut verpackt mit einigem Merchandising-Material wenige Tage später bei mir zu Hause an. Merchandising ... also ... ich stehe ja total auf Merchandising, das muss ich an dieser Stelle nochmal erwähnen. Das hilft, Ideen zu verbreiten, die mir selbst am Herzen liegen. Nach dem Öffnen der ersten 500g-Packung fällt der Blick auf puren Kaffee mit eher heller Röstung. Der Duft ist lecker, aber nicht so aufdringlich wie bei dunkleren Röstungen. Für die Kaffeezubereitung ist bei mir ein Jura Impressa C5 Kaffeevollautomat im Einsatz.

Der Rest war dann ein Selbstgänger. Kaffeemaschine auf, alten Kaffee raus, altes Wasser raus, neuen Kaffee rein, neues Wasser rein, Maschine angeschmissen, Kaffee zureitet, getrunken .... LECKER! DAS ist er!.

Ich werde beim Kaffee-Kollektiv Aroma Zapatista bleiben. Freunde fürs Leben? Wird sich zeigen ... bislang ist es aber genau meins.

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07/18/13 um 16:59:00

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Bericht zur NPD-Demonstration in Buchholz am 03.04.2010

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Tja, heute ist es dann soweit. Die NPD demonstriert in Buchholz. Glaube ich, denn am Bahnhof (=dem Versammlungsort) bin ich nicht direkt gewesen und aus einiger Entfernung war nichts zu sehen.

In Buchholz sind zwar diverse Mannschaftswagen der Polizei unterwegs (unter anderem aus den Bezirken Lüneburg, Osnabrück, Braunschweig und Wilhelmshaven), aber die Anzahl der NPD-Anhänger ist überschaubar. Auf dem Rathausplatz hat sich planmäßig die Gegendemonstration formiert, aber auch hier waren es bei Beginn der Veranstaltung wohl nur um die 150 bis 200 Personen. Diverse Antifas sind aus dem umliegenden Städten zugereist. In unregelmäßigen Abständen steht ein Polizeihubschrauber über der Stadt und hat bislang - gefühlt - eher die Anhänger des linken Spektrums im Auge.

Ich habe vorhin dann noch mit einem Konfliktmanager der Polizei gesprochen. Er bestätigte, dass die NPD-Anhänger ein recht überschaubares Häufchen sind und die Polizei mit maximal 100 Personen rechnet. Aufgrund der geringen Personenstärke radikaler Gruppen und der gleichzeitig ausreichenden Polizeimannstärke sei man recht entspannt und gutgelaunt zu diesem Einsatz erschienen.

Bis jetzt (14:29 Uhr) ist nichts nennenswertes passiert und so wie es aussieht, wirds wohl auch nicht mehr ernsthaft eskalieren; von den kleinen, fast alltäglichen Scharmützeln mal abgesehen. Die Besucher des Wochenmarktes haben sich trotz des massiven Polizeiaufgebotes nicht im geringsten von ihren Einkäufen abhalten lassen. Von Angst war nichts zu spüren, selbst Omas kreuzten mit Rollatoren zwischen den Beamten hin und her. Ein deutliches Indiz dafür, dass die Polizeipräsenz gefühlte Sicherheit mit sich bringt.

Update: Die Polizei hat über das Presseportal noch eine detaillierte Presseerklärung veröffentlicht, in der im Prinzip meine o.g. Aussagen bestätigt werden.

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04/03/10 um 16:23:42

Abgelegt in Politik

NPD-Aufmarsch in Buchholz am 03.04.2010

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Schon länger plant die NPD ihren Aufmarsch in Buchholz in der Nordheide - am Samstag, den 03. April 2010, ist es nun so weit. Nachdem sich der Aufmarsch im Dezember noch unter Androhung von gerichtlichen Mitteln vermeiden ließ, konnte Bürgermeister Wilfried Geiger dem Antrag der NPD nurmehr nur noch stattgeben.

Um die Durchführung der Veranstaltung und auch der Gegenveranstaltung zu gewährleisten, sowie Beteiligte und unbeteiligte Dritte zu schützen, werden diverse Absperrmaßnahmen durchgeführt.

Obwohl ich vor langer Zeit selbst aktives Mitglied der Antifa Buchholz war und alles daran gesetzt hätte, diesen Aufmarsch aktiv zu verhindern, sehe ich das heute differenzierter. So gewichte ich heute die Stellungnahme der Polizei

Die Polizei bereitet sich seit Bekanntwerden der Anmeldungen auf die sichere Durchführung der Versammlungen vor. Dabei wird dem gesetzlichen Schutz der Meinungs- und Versammlungsfreiheit Rechnung getragen, nicht einer politischen Auffassung. Eine demokratische Gesellschaft muss auch extreme Meinungen aushalten, solange sie nicht gegen geltendes Recht verstoßen.

unterm Strich höher als die der Stadt Buchholz:

Die NPD sei eine zugelassene Partei, die Versammlungsfreiheit ein grundgesetzlich geschütztes hohes Gut. „Auch wenn es uns schmerzt - wir müssen es aushalten, dass Menschen diese Freiheit ausnutzen, um für ihre Abschaffung zu demonstrieren. Das ist der Preis der Freiheit.“


Grundrechte kann man nicht ausnutzen, sondern allenfalls in Anspruch nehmen oder zwangsweise einschränken.

Kurzum: Es schmerzt mich überhaupt nicht, dass die NPD aufmarschiert. Demonstration zulassen: Ja, Gegendemo veranstalten: Auf alle Fälle. Stoppen? Auch das. Nur nicht gleich beißreflexartig nach Demonstrationsverbot schreien.

Unterm Strich darf man sich trotz allem mal fragen, warum es der NPD gelingt, zunehmend Bürger dort abzuholen, wo die großen Bürgerrechtsparteien schon lange nicht mehr hinkommen. Dabei ist die Frage in gleichem Zuge auch die Antwort. Darüber hinaus bin ich ganz persönlich der Meinung, dass »Hass auf Ausländer« oftmals nur Ausfluss eigentlich ganz anderer Probleme ist: mangelnde Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Perspektivlosigkeit, ganze Landstriche und Personengruppen werden von der aktuellen Politik vergessen oder ignoriert ...

Ich habe übrigens schon seit vielen Jahren keinen aktiven Kontakt mehr zur Antifa Buchholz, aber wenn sie noch ähnlich zusammengesetzt ist, wie es vor 15 Jahren der Fall war, dann wird wohl kein ausnahmslos friedlicher Protest werden.

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04/01/10 um 17:34:31

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Machtverhältnisse

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Tja, alle Versuche Schwarz/Gelb zu verhindern haben offenbar nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Doof gelaufen, der salzige Beigeschmack der Demokratie - so ist das eben.

Im Chat rauscht gerade folgende Zeile an mir vorbei:
ne frau und n schwuler an der macht... sowas gabs auch noch nie :-D

Recht hat er irgendwie ...

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09/27/09 um 21:53:12

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EU-Petition für Netzneutralität

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Ab sofort kann man eine EU-Petition für Netzneutralität unterschreiben.

Bei der Netzpriorität geht es kurz gesagt darum, dass der Datenstrom im Internet nicht in irgendeiner Form qualifiziert wird. Jeder soll die gleichen Rechte im Datenstrom haben, unabhängig von Person, Hardware, Provider und Dienst. In letzter Zeit sind immer mal wieder Stimmen laut geworden, das Konzept der Netzneutralität abzuschaffen und die Priorität im Datenstrom gewinnbringend zu vermarkten.

Dass das für das Gesamtprojekt Internet nur schädlich sein kann, haben mittlerweile sogar die Amerikaner erkannt.

Also, nicht lang schnacken, .. unterschreiben:

www.euopeninternet.eu

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09/24/09 um 17:47:11

Abgelegt in Internet, Politik

#OptOutDay

Am 17. September 2009 ist bundesweiter OptOutDay. Dieser Tag soll insbesondere dafür genutzt werden, sich per OptOut-Verfahren aus dem Adresshandel der Gemeinden und Städte auszuklinken.

Das wir noch immer per OutOut raus müssen und nicht per OptIn reinkommen, haben wir dem gemeinsamen Beschluß von Union (CDU/CSU) und der SPD vom Sommer 2009 zu verdanken. Beide Parteien sind unter dem Druck der Lobbies eingeknickt und haben den Gesetzesvorschlag entsprechend aufgeweicht.

Welche Städte teilnehmen, könnt Ihr dieser Aufstellung entnehmen. Für meine Heimatstadt, Buchholz in der Nordheide, ist zwar keine offizielle Aktion geplant, aber die Einrichtung einer Auskunftssperre ist nicht weiter kompliziert.

Vergleiche dazu auch die Pressemitteilung der Piratenpartei - Morgen ist Opt Out Day!.

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09/16/09 um 20:37:22

Abgelegt in Datenschutz, Politik

Flashmob gegen Internet-Zensur

ZensiertDas!net hat ein gutes Video vom Flashmob gegen Internet-Zensur online gestellt.

Was als vermeintlich alberne Aktion anfängt, endet gut durchdacht und interessiert offenbar auch diverse Passanten. Hat mir gut gefallen ...

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07/05/09 um 12:10:02

Abgelegt in Datenschutz, Internet, Politik

Volker Pispers erklärt das Stop-Schild

Volker Pispers erklärt das Stop-Schild.

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06/23/09 um 22:48:06

Abgelegt in Fun, Politik